Versorgung von Obdachlosen soll besser vernetzt werden

Hanau

Mit der Frage, wie sich die hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräfte bei der Betreuung und Unterbringung von Obdachlosen und Nichtsesshaften in Hanau besser koordinieren und bündeln lassen, hat sich dieser Tage eine Gesprächsrunde unter der Leitung von Oberbürgermeister Claus Kaminsky befasst. Der OB hatte einen vorangegangenen Termin mit der Vorsitzenden des Vereins „Strassenengel“, Sabine Assmann, zum Anlass genommen, alle in dieser Frage involvierten Institutionen, Ämter und Organisationen ins Rathaus zu einem konstruktiven Gedankenaustausch einzuladen.

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Neben dem Sozialdezernenten der Stadt Hanau, Stadtrat Axel Weiss-Thiel, hatten auch Vertreter der Polizei, der Baugesellschaft Hanau, des Franziskushauses, des Kommunalen Centers für Arbeit sowie des Hanauer Ordnungsamtes und des Amtes für Bildung, Soziale Dienste und Integration die Gelegenheit wahrgenommen, eventuell bestehende Ressentiments auszuräumen.

Dass das miteinander Reden oft zielführender ist als das übereinander Reden, hat sich schließlich auch in diesem Fall wieder bewahrheitet. „Wir befinden uns alle in der sozialen Verantwortung für diese Menschen“, beschrieb Kaminsky die Ausgangslage,  „und unser heutiges Treffen hat gezeigt, dass wir mit unseren Zielsetzungen gar nicht so weit auseinanderliegen. Da sollte es uns doch im Interesse derer, denen wir helfen wollen, gelingen, durch eine bessere Abstimmung und Vernetzung die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen und Reibungsverluste vermeiden.“ Erstes konkretes Ergebnis des Treffens ist die Vereinbarung, dass weitere folgen sollen. Auf der Arbeitsebene könnte, so waren sich alle Beteiligten einig, ein regelmäßiger Austausch organisiert werden, um Projekte und Pläne aufeinander abzustimmen.

Beim nächsten Treffen wird es dabei vor allem darum gehen, wechselseitig eindeutige Ansprechpartner zu benennen. Damit könnte künftig auch einer der wesentlichen Kritikpunkte von Sabine Assmann, die in Begleitung von Rechtsanwalt Thomas Eichhorn sowie den zwei weiteren Vereinsmitgliedern gekommen war, beseitigt werden. Wie die Vereinsvorsitzende erklärte, sei es für sie in der Vergangenheit als mitunter unmöglich gewesen, per Telefon oder Email schnelle Hilfe oder qualifizierte Auskünfte zu bekommen. Im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten, sicherte Hanaus Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel denn auch zu, soll dies in Zukunft leichter werden. Er erinnerte jedoch an die engen Vorgaben des Sozialdatenschutzes, der von den städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unbedingt zu beachten sei.

Wie ein solches Netz von fachkundigen Ansprechpartnern im Details aussehen könnte, wer darin eingebunden werden soll, wie behördliche Wege möglichst kurz gehalten werden können, aber auch die Frage, wie die Wohnsituation von Obdachlosen und Nichtsesshaften verbessert werden kann, soll in den nächsten Gesprächsrunden thematisiert werden.


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