Zwischen der Schwarzenbergstraße und dem Wohngebiet Kinzigbogen prägen vier Stieleichen eine dortige Grünfläche.
Sie sind wahre Baum-Methusaleme, denn ihr Alter ist auf 320 bis 370 Jahre zu schätzen. Damit gehören sie zu den fast 40 Naturdenkmalen, die es in Hanau gibt. Nun haben sie anlässlich des „Tag des Baumes“ quasi Nachwuchs bekommen, denn es sind zwei Stieleichen neu gepflanzt worden. Mitglieder des Naturschutzbeirats und des Ortsbeirats Lamboy/Tümpelgarten nahmen an der Pflanzaktion des Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) ebenso teil wie die HIS-Betriebsleitung mit Markus Henrich und Annerose Lösche. Stadtrat Andreas Kowol begrüßte auch die Claudia Borowski, denn ihr sei es zu verdanken, dass gemäß Stadtverordnetenbeschluss seit 2004 in jedem Jahr der „Tag des Baumes“ dergestalt begangen werde.
Kowol sagte, in diesem Frühjahr sehe der Pflanzplan von HIS insgesamt fast 200 Bäume vor, davon seien 20 Prozent neu und 80 Prozent dienten als Ersatz. Somit komme Hanau dem Ziel näher, im Verlauf der kommenden Jahre mit 2000 neuen Bäumen das Stadtklima zu verbessern. Einige hundert davon seien in seiner Amtszeit seit Juli 2013 bereits erreicht worden. „Der Beitrag, den wir mit ständig neu gepflanzten Bäumen für das Klima leisten, ist groß“, fügte Kowol aus dem Blick des Umweltdezernenten hinzu. Ein Baum mache im Laufe seines Lebens viele Kilogramm Kohlendioxid unschädlich.
Bäume wirkten zudem vor allem im Sommer „wie Kühlaggregate“. Das sei umso wichtiger innerhalb dicht bebauter Stadtbezirke sowie auf versiegelten Flächen, wo die Luftzirkulation eingeschränkt ist und insbesondere bei starker Sonneneinstrahlung starkes Aufheizen die Folge ist.
In Hanau sorgen rund 36.000 Straßenbäume für eine verbesserte Luft- und Lebensqualität. Hinzu kommt, dass rund 40 Prozent des Stadtgebiets aus Wald besteht. Der „Tag des Baumes“ geht zurück auf einen Beschluss der Vereinten Nationen im Jahr 1951. Sie wollten jährlich im April mit Feierstunden bewusst machen, wie wichtig Bäume für den Menschen und die Wirtschaft sind. Als der Gedenktag am 25. April 1952 erstmals in Deutschland begangen wurde, pflanzte der damalige Bundespräsident Theodor Heuss einen Ahorn im Bonner Hofgarten.
Foto: Stadtverordnete Claudia Borowski und Stadtrat Andreas Kowol (vorne rechts) pflanzten zusammen mit Orts- und Naturschutzbeiräten sowie der HIS-Betriebsleitung zwei junge Stieleichen neben vier uralten.
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