Udo Lentz hat Barrierefreiheit vorangetrieben

Hanau

Udo Lentz hat sich als Behindertenbeauftragter der Stadt Hanau einen Namen gemacht. Nach 19 Jahren in diesem Ehrenamt verabschiedete Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel den 79-Jährigen in den Ruhestand und würdigte sein Engagement für Menschen mit Behinderung.

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„Sie haben die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum in Hanau vorangetrieben und auch bei der Verwaltung das Bewusstsein dafür geschärft.“ Gerade in den Anfangsjahren sei er der Verwaltung mit seinen Anliegen als Behindertenbeauftragter oft auf die Füße getreten, erinnerte sich Udo Lentz. „Aber es hat sich gelohnt.“ Mittlerweile werde Barrierefreiheit bei der Städteplanung ganz selbstverständlich mitgedacht, bestätigte Axel Weiss-Thiel. Udo Lentz ist gelernter Flugzeugmechaniker und musste nach einem Arbeitsunfall 1980 in Frührente gehen. Jahrzehnte lang engagierte er sich als Vorsitzender beim VdK Orts- und Kreisverband. Von 2000 bis 2010 war er ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht in Frankfurt. Seit 1994 übte er ohne Unterbrechung das Amt des städtischen Behindertenvertreters aus. Von 2014 an musste Udo Lentz aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten. Im Jahr 2008 erhielt er für sein langjähriges Engagement aus der Hand von Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Verdienstmedaille des Bundesrepublik Deutschland.

Seine Kompetenzen als von einer Gehbehinderung Betroffener brachte Udo Lentz bei vielen großen Bauprojekten wie Congress Park Hanau und Klinikum sowie beim Stadtumbau ein. Er kämpfte unter anderem für abgesenkte Bordsteine und Behindertenparkplätze. Im Jahr 2006 habe er die Verantwortlichen der Stadt davon überzeugen können, dass damalige Jugendzentrum Hans-Böckler nicht zu sanieren, sondern stattdessen ein neues barrierefreies Haus zu bauen, das heutige Jugendbildungs- und Kulturzentrum. Darauf ist er noch heute stolz. Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck drückte dem engagierten Senior ihre Wertschätzung aus, dass er dafür gekämpft habe, dass Menschen mit Beeinträchtigungen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht werde.

„Ein dickes Brett bleibt“, stellte Lentz bei seiner Verabschiedung im Seniorenbüro fest: die mangelnde Barrierefreiheit im Hanauer Hauptbahnhof. Darum werden sich seine Nachfolger kümmern müssen. Über die Besetzung der dreiköpfigen Behindertenvertretung, die an die Legislaturperiode gebunden ist, befindet die Stadtverordnetenversammlung. Behinderten- und Sozialverbände haben ein Vorschlagsrecht. So lange machen die amtierenden Behindertenvertreter Hartmut Stollewerk und Karl-Heinz-Käbisch noch weiter. Zweimal im Monat bieten sie im Haus am Steinheimer Tor Sprechstunden für Betroffene und deren Angehörigen an: jeden zweiten Dienstag von 9 bis 11 Uhr und jeden vierten Dienstag von 14.30 bis 16.30 Uhr. Telefonisch sind die Behindertenbeauftragten zu diesen Zeiten unter der Nummer 06181/66820-38 erreichbar.

Foto: Sozialdezernent Axel Weiss-Thiel und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck dankten Udo Lentz für sein langjähriges Engagement in der Behindertenvertretung der Stadt Hanau. Ehefrau Gisela stand ihm stets zur Seite und nahm dafür einen Blumenstrauß entgegen. Foto: Stadt Hanau.


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