Ein Bildungsprogramm, das die nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt stellt, ist zentrales Anliegen des Umweltzentrums Hanau.
Ein Bildungsprogramm, das die nachhaltige Entwicklung in den Mittelpunkt stellt, ist zentrales Anliegen des Umweltzentrums Hanau.
„Die Rezertifizierung unterstreicht, dass Hanau in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung führend ist“, sagte Kowol. Zu bestehenden Angeboten, deren Qualität der Fachbereich für Nachhaltige Strategien im Rathaus auch ständig hinterfrage, kämmen immer wieder neue hinzu. Dazu zählen beispielsweise die 2015 erstmals stattgefundenen Sommer-Ferienspiele, die das Umweltzentrum 2016 um ein Zusatzangebot in den Osterferien ergänzte. Dabei entwickelten Kinder eigene Ideen, wie sie sich eine nachhaltige Stadt vorstellen. Zu den Themen, welche das Rathaus mit in den Zertifizierungsantrag beim Land aufnahm, gehörte auch ein spezielles Netzwerk mit den örtlichen Unternehmen Umicore und Ikea sowie mit der Sparkasse Hanau und den Kaufmännischen Schulen. Diese Träger unterstützen die Stadt dabei konzeptionell und teils finanziell, den bestehenden Umwelt- in einen Nachhaltigkeitspreis umzuwidmen.
Zu den Markenzeichen des Umweltzentrums gehört eine Wanderausstellung zur biologischen Vielfalt (Bionik). Die seit 2005 mit der TU Darmstadt entwickelte Informations- und Experimentierschau ist seither ununterbrochen in Deutschland unterwegs. Hinter dem Projekt „Kinder pflanzen Pizza“, entwickelt zusammen mit der Kathinka-Platzhoff-Stiftung, verbergen sich Kurse für Kinder-Tagesstätten, die sich „über die Jahre in Hanau fest etabliert haben“, so Schaar-von Römer. Dabei geht es darum, dass Jungen und Mädchen Kräuter als bereichernd für selbst gebackene Pizza und wegen ihrer Blüten als notwendig für Bienen wertzuschätzen lernen.
Zu den nachhaltigen Bildungsangeboten, die bei der Rezertifizierung eine Rolle spielten, gehört die Beratung für Kitas, wie sie ihre Außengelände umgestalten können. Zu den Themen Luft, Wasser und Energie hat das Umweltzentrum Lernwerkstätten entwickelt, die mobil in Schulen und Kitas einsetzbar sind. Immer beliebter werden Kinder-Geburtstage zu umweltpädagogischen Themenschwerpunkten. Zudem hat die Zahl der Umweltschulen im Main-Kinzig-Kreis zugenommen, die das Umweltzentrum Hanau betreut. „Die steigenden Zahlen von Besuchern und Angeboten des Umweltzentrums sind ein deutlicher Qualitätsbeweis“, so Kowol abschließend. Zum Vergleich: Verzeichnete die städtische Einrichtung 2012 knapp 8500 Interessierte bei 443 Terminen, waren es 2015 mehr als 13.000 bei 623 Terminen.
Foto: Nach der Enthüllung durch Andreas Kowol und Gabriele Schaar-von Römer: Am Eingang des Umweltzentrums weisen Schilder auf die Rezertifizierung hin.
Foto: Stadt Hanau
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