Als Aufwertung für das Wohnquartier Innenstadt haben Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Stadtrat Andreas Kowol den jetzt beendeten Umbau der Steinheimer Straße am „Forum Hanau“ bezeichnet.
Für den Abschnitt zwischen Dechant-Theodor-Weidner-Platz und Sternstraße gab der städtische Eigenbetrieb Hanau Infrastruktur Service (HIS) rund 470.000 Euro aus, um mittels gepflasterter Flächen vor allem mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Straße zeigte sich OB Kaminsky im Beisein von Magistrats- und Ortsbeiratsmitgliedern begeistert von der Resonanz auf den jüngsten verkaufsoffenen Sonntag in Hanau am 8. November. Er fügte hinzu: „So viel Leben hat Begleitumstände und Nebenwirkungen für die Anwohner.“ Das aber verantworte er gerne, weil der Stadtumbau Hanau mehr Kundenfrequenz bringe und damit die Wirtschaftskraft der Stadt ebenso gestärkt werde wie der Stellenwert im regionalen Wettbewerb. Die Rückmeldungen von Hanau-Besuchern zeigten ihm, dass der eigeschlagene Weg der richtige sei. Insofern dürften die Menschen in Hanau „als Lokalpatrioten selbstbewusster als bisher auf ihre Stadt mit Ecken und Kanten blicken“.
Städtebaulich mehr Qualität zu bieten, das stecke auch hinter dem Umbau des Teilabschnitts der Steinheimer Straße. Anwohnerklagen über zu viel Durchgangsverkehr gehörten nun der Vergangenheit an. „Wer hier reinfährt, der will unmittelbar ins Quartier“, meinte der OB. Zu einer lebenswerten Innenstadt gehöre es Verkehr zu vermeiden, wo immer das möglich sei. Und wenn es trotzdem noch Klagen gebe, seien das Themen für die OB-Bürgersprechstunde. Kaminsky bedankte sich für die Geduld der Anwohner während der Bauarbeiten, die Ende Juni begannen. Seither wurden rund 1400 Quadratmeter helles und dunkles Pflaster verlegt. Vier neue Baumbeete mit Feldahornen und Stauden wurden gepflanzt, sechs neue Straßenlaternen angebracht.
Baustadtrat Andreas Kowol hob hervor: „Wir zeigen, dass sich städtebaulich hinter dem ‚Forum Hanau‘ auch einiges getan hat.“ Er sprach von einer „wunderbaren Symmetrie mit Geschäften und Kulturforum“ auf der einen Seite der Steinheimer Straße und attraktiver Wohnnutzung auf der anderen Seite.“ Die Planer von HIS hätten die Straße bewusst zweigeteilt, damit der motorisierte Verkehr und Radelnde auf der einen Trasse im Begegnungsverkehr unterwegs sind und die andere den Fußgängern und Anwohnern vorbehalten bleibt. Auf dem breiten Gehsteig vor den Häusern ließen sich auch Bänke und Stühle aufstellen, ermunterte Kowol die Anwohner für die wärmere Jahreszeit.
Der Höhenunterschied zwischen beiden Trassen wird größtenteils durch eine Treppenanlage abgefangen. Diese ist ebenso dunkel gepflastert wie einige Park- und Ladeplätze am Rand der höher liegenden Fahrbahn. Samt dem hellen Betonpflaster des Fahr- und Gehwegs nimmt die Bauweise diejenige der umliegenden neu gestalteten Innenstadt-Straßen auf. Die Bausumme für diesen Straßenabschnitt in Höhe von rund 470.000 Euro hielt er für angemessen, um diesen Straßenabschnitt grundhaft zu erneuern. „Das hält jetzt 30 Jahre“, war er sicher. Die Anlieger müssen laut städtischer Straßenbeitragssatzung 50 Prozent der umlagefähigen Ausbaukosten tragen.
Foto: Der Banddurchschnitt symbolisiert die offizielle Inbetriebnahme des Teilstücks der Steinheimer Straße zwischen Sternstraße und Stadtpfarrkirche Maria Namen.
Foto: Mehr Aufenthaltsqualität für Fußgänger und Anwohner bietet das umgebaute Straßenstück. Die Fahrbahn ist mit einer Treppenanlage davon abgetrennt.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de

















