"Richtig reagiert", meinte Stefan Adelmann von der kriminalpolizeilichen Beratung zum Verhalten einer Seniorin am Mittwoch in der Gerhart-Hauptmann-Straße.
Nachdem sie am Vormittag mehrere Anrufe erhielt, in denen ihr angeblicher Neffe sie dringend um Geld bat und dabei sehr energisch fordernd auftrat, wurde die 91-Jährige misstrauisch, ignorierte die Geldforderungen, legte auf und verständigte die Polizei. "Ein geradezu klassischer Ablauf des sogenannten Enkeltricks", kommentierte Polizeihauptkommissar Stefan Adelmann. "Die Betrüger rufen bei zumeist älteren Menschen an, geben vor, ein Verwandter zu sein und täuschen eine finanzielle Notsituation vor." Damit man nicht selbst Opfer solcher Trickbetrüger wird, gibt der Sicherheitsberater der Polizeilichen Beratungsstelle folgende Tipps:
- Rufen Sie den vermeintlichen Verwandten oder Bekannten zurück (allerdings nicht über die vom Anrufer eventuell genannte Rufnummer) und versuchen den Sachverhalt zu klären!
- Lässt sich der Sachverhalt hierdurch nicht klären: Sofort die Polizei informieren und weiteres Vorgehen absprechen!
- Fremden, die als "Vertrauensperson" angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld aushändigen!
- Erstatten Sie Anzeige, auch wenn Sie bereits auf den "Enkeltrick" hereingefallen sind!
Auch an die Angestellten von Geldinstituten appelliert der Kriminalpolizeiliche Berater: Hinterfragen Sie, wenn ältere Menschen einen hohen Geldbetrag abheben möchten. Schon ein kurzes Gespräch und ein Hinweis auf mögliche Gefahren können den Erfolg eines Enkeltrickbetrugs vereiteln und die Betroffenen vor großem Schaden bewahren.
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