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Auf dem rund 1600 Quadratmeter großen Gelände mit Gehegen, Wiesen, Bäumen und Büschen sowie einigen Hütten leben jede Menge Minischweine, Meerschweinchen, Kaninchen, Hasen, Enten, Hühner, Gänse, eine Katze, ein blinder Hund sowie ein Schwan in harmonischer Eintracht. Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) besuchte den Gnadengarten auf Einladung des Ehepaars Hirschhäuser, um sich ein Bild von der Arbeit der beiden überzeugten Tierschützer und ihrer Helfer machen.

"Wir nehmen Tiere auf, die schwer misshandelt wurden, krank, sehr alt oder behindert sind und daher auch nicht mehr an neue Besitzer zu vermitteln sind", erklärte ihm Maritta Hirschhäuser, die bereits 1998 in Frankfurt den Gnadengarten eröffnete und schließlich ihre Arbeit als Bankkauffrau aufgab, um sich ganz den Tieren und ihrer Pflege zu widmen. "Hier im Gnadengarten werden sie von uns bis zu ihrem natürlichen Ableben artgerecht gehalten, medizinisch versorgt, haben reichlich Platz und Auslaufmöglichkeiten und erhalten – wenn gewünscht – auch Streicheleinheiten", ergänzt ihr Mann Thomas. Das Ehepaar wird von Schwiegertochter Rebecca Nagel und zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt, die bei der Versorgung der Tiere und der Instanthaltung von Gehegen und Hütten helfen.

Finanziert wird der Gnadengarten von den Hirschhäusers privat sowie Spendern und Paten, die einzelne Patenschaften für Tiere übernehmen und dafür einen regelmäßigen Betrag zwischen 5 und 20 Euro im Monat überweisen. "Damit zahlen wir vor allem die hohen Tierarztkosten, die für unsere kranken und alten Tiere fällig werden", erklärt Maritta Hirschhäuser. Früher sei der Gnadengarten öffentlich gewesen und man habe sonntags Kuchen und Kaffee gegen kleine Spenden abgegeben, berichtet sie, doch vor einigen Jahren, hat sich das Ehepaar entschlossen, den Garten zu schließen und nur noch Helfer und Tierpaten sowie angemeldete BesucherInnen einzulassen. "Wir wurden damals von Besuchern förmlich überrannt und nicht alle haben sich gut benommen. Das ist unseren Tieren leider gar nicht gut bekommen", berichtet sie betrübt. Deshalb habe man sich zu diesem Schritt entschlossen.

Kaminsky dankte den Hirschhäusers für ihren langjährigen selbstlosen Einsatz zum Wohle der Tiere. "Was Sie hier leisten ist wirklich wunderbar und verdient großen Respekt", sagte er. "Der Gnadengarten ist ein wunderbares Kleinod. Die Tiere hier sind alle in sehr gutem Zustand und wirken – trotz ihrer oft tragischen Geschichte – sehr zufrieden und entspannt. Das spricht für Sie und die gute Pflege, die sie ihnen angedeihen lassen!" Besonders angetan zeigte sich Kaminsky von einflügeligen Schwan Arthur, der große Zutraulichkeit zu den Besuchern zeigte. Die Hirschhäusers berichteten, wie sie vor zwei Jahren das halb verendete Tier, das in einem Weiher lebte und einen bis auf die Knochen verfaulten Flügel hatte, eingefangen und zur Tierklinik gebracht hatten, wo man Arthur mit einer Amputation des Flügels und Medikamenten das Leben rettete. "Seitdem hat er sich prächtig erholt und fühlt sich pudelwohl bei uns", erzählt Maritta Hirschhäuser stolz.

Der Oberbürgermeister entschloss sich spontan zukünftig die Patenschaft für Schwan Arthur zu übernehmen. "Das ist doch Ehrensache, denn schließlich ist der Schwan das Wappentier von Hanau und daher liegt er mir besonders am Herzen!", sagte er. Er versprach den Gnadengarten und seine Bewohner regelmäßig zu besuchen und nach seinem Patentier zu schauen.

Spendenkonto Maritta Hirschhäuser: IBAN DE 02 5005 0201 0394 2228 49
Kontakt: Telefon 0177-6139300
Futterspenden bitte nur nach vorheriger Rücksprache

Foto: Seit 14 Jahren führen Maritta und Thomas Hirschhäuser (3.v.l und 1.v.l.) den Gnadengarten „Hoppels und Wuzze“ auf dem Gelände neben den Hanauer Kaiserteichen in Kesselstadt. Auf dem rund 1600 Quadratmeter großen Gelände mit Gehegen, Wiesen, Bäumen und Büschen sowie einigen Hütten, leben jede Menge Minischweine, Meerschweinchen, Kaninchen, Hasen, Enten, Hühner, Gänse, 1 Katze, ein blinder Hund sowie ein Schwan in harmonischer Eintracht. Das Ehepaar wird von Schwiegertochter Rebecca Nagel (2.v.l.) und zahlreichen freiwilligen Helfern unterstützt, die bei der Versorgung der Tiere und der Instanthaltung von Gehegen und Hütten helfen. Oberbürgermeister Claus Kaminsky besuchte den Gnadengarten auf Einladung des Ehepaars Hirschhäuser, um sich ein Bild von der Arbeit der beiden überzeugten Tierschützer und ihrer Helfer machen. Foto: Stadt Hanau

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