Proteste gegen AfD-Veranstaltung in Reinhardskirche

Kesselstadt
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Für Freitag, den 16. Oktober, kündigt der AfD-Ortsverband Hanau/Großkrotzenburg im Bürgerhaus Reinhardskirche eine öffentliche Veranstaltung an.

Antifaschistische und antirassistische Gruppen aus Hanau und dem Rhein-Main-Gebiet rufen zu Gegenprotesten auf. „Ausgerechnet in Kesselstadt, keine 900 Meter vom zweiten Tatort des rassistischen Anschlags vom 19. Februar, will die AfD am Freitag ihre Hetze verbreiten“, erklärt Emma Kurz von Fridays for Future Hanau.

„Rechte Attentäter sind niemals Einzeltäter: nicht in Halle, nicht in Hanau, nicht der Mörder von Walter Lübcke. Ihre Taten sind eingebunden in eine gesellschaftliche Stimmung des Rechtsrucks, die von der AfD massiv angeheizt wurde“, meint Martin Hünemann, Jugendbildungsreferent beim DGB in Hanau, „wir werden am Freitag ganz klar sagen: die AfD ist mitverantwortlich für den grassierenden Rassismus in unserer Gesellschaft – die AfD hat mitgeschossen!“

Newroz Duman von der Initiative 19. Februar kommentiert, „Erinnern heißt verändern und das heißt, sich gemeinsam gegen alle Strukturen und Stimmen zu positionieren, die solche Taten mitverantworten. Wer rassistische Hetze verbreitet und von ihr profitiert, muss mit entschiedenem Widerstand rechnen, gerade hier in Hanau! Dass die AfD weiterhin in Kesselstadt Veranstaltungen abhalten will, ist eine gezielte Provokation dieser Partei!“

Die Gegenproteste beginnen um 17:30 Uhr vor der Reinhardskirche. Sie werden unter Pandemiekonformen Bedingungen gestaltet: so werden alle Teilnehmenden Mund-Nasen-Bedeckungen tragen und Abstände einhalten.

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