Das historische Karussell im Staatspark-Wilhelmsbad benötigt ständig Wartung, Pflege und auch technische Erneuerung.
Auf der Jahreshauptversammlung wurden die Mitglieder umfassend informiert.
Der „Förderverein für das Karussell im Staatspark Hanau-Wilhelmsbad e. V.“ wurde vor 28 Jahren gegründet. Um die umfangreiche Sanierung des ältesten Karussells der Welt zu ermöglichen, stand das Werben um Spendengelder in den ersten Jahren im Vordergrund. Die Sanierung konnte vor 10 Jahren im Jahr 2016 abgeschlossen werden. Durch Verträge ist gesichert, dass der Förderverein das Karussell betreut, an mehreren Tagen im Jahr für das Publikum öffnet, Drehtage und Führungen organisiert. Darüber hinaus werden Veranstaltungen wie z. B. Karussell und Wein im Juli oder das Federweißenfest im Oktober durchgeführt um weiterhin Spenden, die zum Erhalt notwendig sind, zu generieren.
Zu all diesen Aktivitäten berichtete der 1. Vorsitzende Peter Täubl und sein Vorstandsteam auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Fördervereins. Besonderen Raum nahmen während der Versammlung Vorträge von Herrn Dr. Wetter und Herrn Ludwig der „Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen“ ein. Als Vertreter des Landes Hessen ist diese Institution für die Renovierungsarbeiten an den Gebäuden und Bauwerken im Staatspark zuständig. Für die Mitglieder waren die Einblicke zu den Renovierungsarbeiten aber auch die Hinweise zu möglichen neuen Projekten, die im Staatspark in Zukunft realisiert werden sollen von besonderer Bedeutung. Der Förderverein sieht es als seine Aufgabe an, sowohl die Betreuung des Karussells zu gewährleisten als auch den Staatspark mit seinen unterschiedlichen und historisch bedeutsamen Elementen zu fördern. So soll es u. a. eine neue Beschilderung im Park geben und weitere Bauwerke sollen saniert werden. Ob und in welchem Umfang sich der Verein an solchen Projekten finanziell beteiligt, wird durch die Mitglieder entschieden. In diesem Zusammenhang wurde an die Spender für das Comoedienhauses, die „Stuhlpaten“ ein besonderer Dank übermittelt. Durch deren Engagement und Spendenbereitschaft konnte der Startschuss für die kürzlich erfolgte finanzielle Unterstützung der Stadt und des Landes zur Renovierung dieses historischen Theaters gegeben werden.
Breiten Raum nahm die Darstellung zu notwendigen Restaurierungen am Karussell ein. Derzeit ist der Betrieb wie gewohnt möglich und Drehtage können ausgerichtet werden. Allerdings sind in Kürze Reparaturen an Holzkonstruktionen sowie an mechanisch stark beanspruchten Teilen notwendig. Derzeit laufen dazu die Abstimmungen mit der „Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen“ und den entsprechenden Fachfirmen. Zur Finanzlage berichtete der langjährige Kassierer Tobias Henkes. Der Förderverein verfügt über eine solide Finanzausstattung, die es ermöglichen würde, weitere Projekte zu unterstützen und auch die notwendigen Restaurierungen am Karussell durchzuführen. Neben organisatorischen Fragen, Satzungsergänzungen und Hinweisen zu den Veranstaltungen und Aktivitäten des vergangenen Jahres, standen Vorstandswahlen an. Im Amt bestätigt wurde der Schatzmeister des Vereins, Tobias Henkes. Thomas Niewalda, der dem Verein seit rund 20 Jahren angehört und der das Amt des 2. Vorsitzenden inne hatte, kandidierte nicht erneut für diese Funktion. Zum 2. Vorsitzenden wurde Ralf Korbach gewählt. Der gebürtige Hanauer, der zusammen mit seiner Frau im Verein seit einigen Jahren aktiv ist, bringt für diese Aufgabe ein gutes Rüstzeug mit. Als Projektmanager in einem Hanauer Unternehmen versteht er es, Abläufe zu strukturieren und unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. Auch sein beruflich technischer Hintergrund sind angesichts der komplexen Technik des Karussells Eigenschaften, die er zum Wohle des Vereins einsetzen will. Der Förderverein hält konstant seine Mitgliederzahl. Neu eingetretene Mitglieder gleichen Abgänge aus. Derzeit gehören dem Verein 278 Personen an. Der 1. Vorsitzende Peter Täubl betonte das leidenschaftliche Engagement der Mitglieder. Neben dem ausführlichen Dank betonte er das gemeinsame Ziel: Das Karussell zu erhalten, weiterhin technisch „auf dem Laufenden“ zu halten und für die Hanauer Bevölkerung den Zugang und das Drehen im besonderen Ambiente des Staatsparks zu gewährleisten.

Von links: Tobias Henkes, Peter Täubl, Manfred Kievel, Ralf Korbach, Angela Dönges.
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