Auch in diesem Jahr war beim Kesselstädter Kirchort St. Elisabeth eine mehrtägige Pilgerfahrt angesagt.
Das Ziel der nunmehr neunten Pilgerreise, die die aktive Kirchengemeinde in den letzten Jahren durchgeführt hat, war dieses Mal der Bayerische Wald, der mit seiner Natur, aber auch mit seiner vielfältigen sakralen Architektur zu einer der interessantesten Regionen in Europa zählt.
Insgesamt sechsundvierzig Pilger gingen mit einem Bus auf diese neue spirituelle Entdeckungsreise in den Osten der Bundesrepublik. Die geistliche Betreuung oblag wie bei allen vorhergehenden Pilgerfahrten bei Dechant Andreas Weber, der diese Aufgabe wie immer in fürsorglicher Weise durchführte und sich nicht nur in den täglichen Gottesdiensten für das harmonische Miteinander der Pilgerschaft engagierte, und das in bewährter ökumenischer Verbundenheit.
Das Mitglied des Kirchenteams Hans Burster hatte die Reise geplant und interessante Besuchsziele ausgemacht. Bereits die Unterkunft in einem gemütlichen und komfortablen Hotel in Hohenau mit herrlichem Blick auf die umliegenden Berge und Täler bildete die Grundlage für einen guten Verlauf dieser Pilgerfahrt. Mit einer Schifffahrt auf der Donau sowie der abschließende Besuch des Klosters Weltenburg und eine Kutschfahrt durch die Landschaft des Bayerischen Waldes sorgten für einen positiven und gelungenen Start der Exkursion. Es folgten interessante geführte Stadtbesichtigungen in Regensburg, Passau und in dem tschechischen Pilsen mit jeweiligen Gottesdiensten für die Hanauer Pilger in historisch bedeutenden Kirchen. In Pilsen gab es zum Abschied noch eine Einkehr in eine große Bierbrauerei, wo man sich vor der Rückfahrt nach Deutschland noch einmal stärkte.
Interessante Einblicke in frühere Bestattungsgepflogenheiten gab es bei dem Besuch eines historischen Friedhofs in Straubing. Der anschließende Abstecher zum Koster Niederaltaich vermittelte den Besuchern die besondere Atmosphäre eines Doppelklosters mit seiner benediktinischen und byzantinischen Liturgie.
Auf der Heimreise legte die Pilgergemeinschaft einen Zwischenstopp in Bamberg ein. Der frühere Weihbischof von Fulda und langjährige Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, ließ es sich nicht nehmen, für die Hanauer gemeinsam mit Dechant Weber im Bamberger Dom einen Gottesdienst zu zelebrieren und die Gruppe anschließend persönlich durch den Dom zu führen, in Erinnerung an seine freundschaftlichen Verbindungen zu Hanau und dem Bistum Fulda. Ein wunderbarer Abschluss einer Pilgerfahrt, die bei den Teilnehmern viele bleibende Eindrücke hinterlassen hat.
Ein Höhepunkt der Reise: Das Treffen mit Erzbischof Ludwig Schick in Bamberg (3. Von rechts, erste Reihe)
Erzbischof Ludwig Schick führt die Hanauer Pilgergruppe durch den Bamberger Dom