Die Trauerhalle auf dem Kesselstädter Friedhof wird vom 17. September an über einen Zeitraum von drei Monaten umgebaut und saniert.
Die Trauerhalle auf dem Kesselstädter Friedhof wird vom 17. September an über einen Zeitraum von drei Monaten umgebaut und saniert.
Der Trauersaal im mehr als hundert Jahre alten Kernbau ist dann rund acht Wochen nicht nutzbar. Die Arbeiten im und am 1960 geschaffenen Anbau dauern noch etwa vier Wochen länger. "Wir bitten Trauernde und Friedhofsbesucher um Verständnis für die vorübergehenden Unannehmlichkeiten. Die jedoch sind nötig, um mit den Neuerungen eine würdevollere Atmosphäre herzustellen", sagt Stadtrat Axel Weiss-Thiel als Friedhofsdezernent.
Während des Umbaus stehen die nahe St. Elisabeth-Kirche in der Kastanienallee und die Trauerhalle des Hauptfriedhofs als Alternativen für Begräbnisfeiern zur Verfügung. Pfarrer und Bestatter sind über die Baustelle auf dem Kesselstädter Friedhof informiert.
Rund 300.000 Euro hat der Eigenbetrieb Hanau Grünflächen für Umbau und Sanierung veranschlagt. Der Trauersaal erhält neue Stühle, Leuchten und Beschallungsanlage. Die vorhandene Decke wird durch eine Schall schluckende Decke ersetzt. Deren Dämmung wird ebenso verbessert wie die der Fenster. Diese erhalten zusätzliches Isolierglas. Darüber hinaus werden die vorhandenen Metall-Fensterrahmen überarbeitet, anschließend werden die alten Scheiben wieder eingesetzt. Schließlich erhalten die Wände der Aussegnungshalle einen neuen Anstrich.
Im Anbau sind drei wichtige Neuerungen geplant: Es entsteht ein Behinderten-WC, dessen Zugang von der Ost- zur Nordseite verlegt wird und das per Rampe von außen erreichbar sein wird. Die Toiletten werden ebenso erneuert wie die Sozialräume des Friedhofspersonals. Und die Bestatter müssen die Leichname künftig nicht mehr durch den Trauersaal in die Kühlräume bringen, sondern erhalten einen separaten Eingang auf der Südseite. Dort entsteht eine ach außen gerückte Glasfront mit Vordach, die vorhandene Mauer wird abrissen. Die anderen Außenwände des Anbaus erhalten eine stärkere Wärmedämmung.
"Die Sanierung des neueren Teils der Kesselstädter Trauerhalle erbringt Energieersparnis, zeitgemäßen Komfort in den Sozialräumen und eine Verschönerung im Übergang zum benachbarten begehbaren römischen Militärbad", findet Stadtrat Weiss-Thiel. Die 1906 entstandene Aussegnungshalle aus markantem Blasenbasalt mit ihren hohen Rundbogenfenstern erfahre durch die Bauarbeiten eine "Aufwertung".
Foto: Auf dem Kesselstädter Friedhof werden die 1906 errichtete Trauerhalle und der 1960 entstandene Anbau saniert und umgebaut.
Foto: Lothar Roß vom Eigenbetrieb Hanau Grünflächen deutet an, dass die Bestuhlung in der Trauerhalle zu dem Inventar gehört, das erneuert wird. Dies gilt ebenso für Fenster, Decke und Beschallungsanlage.
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