Seit einigen Tagen sorgt das außergewöhnliche Riesen-Exemplar eines gefleckten Feuersalamanders am Haupteingang des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau für Aufmerksamkeit.
Entstanden ist es unter Einsatz der Motorsäge aus der Hand des Kettensägenkünstlers Christoph Peez. Der Förderverein des Wildparks hat die Finanzierung der Holzskulptur übernommen. „Damit wollen wir die Lücke an Eingang 1 auffüllen“, so Wolfgang Heidrich, der zweite Vorsitzende des Fördervereins. Von ehemals drei Holzkrokodilen, die mit der Eröffnung des Forstmuseums vor über 20 Jahren Einzug hielten, ist nur noch ein Krokodil als beliebtes Empfangs- und Reittier für die kleinen Gäste übrig geblieben. „Mit dem Feuersalamander zeigen wir, dass es auch bei uns im Wald - quasi vor der eigenen Haustür - faszinierende Tiere gibt“, so Claus Keller, der Naturschutz-Förster am Forstamt Hanau-Wolfgang.
Feuersalamander profitieren vom feuchten Sommer
Feuersalamander gehören zu den Amphibien. Sie halten sich bevorzugt an dunklen, feuchten Orten im Wald auf. In ihren Hautdrüsen produzieren die seltenen Schwanzlurche ein Sekret, das sie giftig macht und so wirksam vor Feinden schützt. Die Weibchen legen zwischen zehn und 70 Larven in Gewässer. Aus den mit Kiemen, Beinchen und Schwanz ausgestatteten Kaulquappen entwickeln sich langsam die erwachsenen Lurche, die an Land gehen.
Motorsägenschnitzer Christoph Peez beim Bemalen des Feuersalamanders und Wolfgang Heidrich, zweiter Vorsitzender des Fördervereins Wildpark.