Über ein Sommer-Zicklein der als stark gefährdet eingestuften Thüringer Waldziege freut sich derzeit das Tierpflege-Team des Wildparks „Alte Fasanerie“ in Hanau. Bereits im vergangenen Jahr hat die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V. (kurz GEH) der „Alten Fasanerie“ offiziell den Status „Arche-Park“ verliehen. Mehr als fünf gefährdete und teilweise vom Aussterben bedrohte alte Haustierrassen pflegt und betreut das Team von HessenForst in der weitläufigen Anlage.
Darunter Rinder wie das Rote Höhenvieh, Schafe wie die Skudden und Soayschafe sowie besondere Geflügel- und Kaninchenrassen. Jetzt hat es noch einmal Nachwuchs bei den Thüringer Waldziegen gegeben.
Die Thüringer Waldziege gilt als die einzig eigenständig gezüchtete Ziegenrasse Deutschlands. Ihr Herkunftsgebiet trägt sie im Namen. Sie ist angepasst an ein Leben draußen und zeichnet sich als besonders robust und widerstandsfähig aus. Früher überzeugten die „Thüringer“ außerdem durch ihre gute Milch- und Fleischproduktion. Weil sie kräftig und muskulös aufgebaut sind, haben die Menschen sie damals gerne auch als Zugtiere eingesetzt. Besucher erkennen die schönen, mittelgroßen Tiere an ihrer schokoladenbraunen Fellfärbung und den typischen weißen Gesichtsmasken.

Foto: Norbert Kappenstein
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