Hochwasserschutz: Bauarbeiten für Reaktivieren eines verlandeten Grabens

Mittelbuchen
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In Mittelbuchen haben östlich der Straße Zur Breulwiese die bis August geplanten Bauarbeiten begonnen, um in den Wiesen und Feldern einen verlandeten Graben auf rund einem Kilometer Länge wiederherzustellen.

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Das Vorhaben des städtischen Eigenbetriebs Hanau Infrastruktur Service (HIS) dient dem Hochwasserschutz, dem ökologischen Aufwerten der Landschaft und möglicherweise auch der Wasserversorgung für Waldbäume südlich des Stadtteils. Daher sprach Stadtrat Thomas Morlock (FDP) beim Baustart von "komplexen Maßnahmen". Ortsvorsteherin Caroline Geier-Roth (SPD) bedankte sich: "Künftig müssen wir uns in Mittelbuchen bei Starkregen nicht mehr so große Sorgen machen."

Denn im Juli 2016 fielen binnen zwei Stunden rund 50 Liter Regen pro Quadratmeter, was zu Überflutungen im südlichen Bereich des Stadtteils führte. "Die Leistungsfähigkeit des vorhandenen Grabensystems dort reichte nicht aus, um mit solchen Abflüssen fertig zu werden", blickt HIS-Leiter Markus Henrich zurück.
Daher prüfte HIS unmittelbar nach dem Starkregen-Ereignis, ob und wie sich die Hochwasservorbeugung verbessern lasse. "Neben punktuellen Schutzeingriffen wie das Zurückhalten von Grobstoffen an den Einläufen der beiden Verrohrungen und dem Aufweiten einiger Durchlässe zeigte sich, dass ein zwischenzeitlich verlandeter Graben im Süden der Ortslage eine Entlastung bringen kann, wenn sein Abflussprofil wiederhergestellt wird", erklärt der für Entwässerung zuständige HIS-Abteilungsleiter Michael Ruess.

Da zum Umsetzen der Planung über eigene Parzellen hinaus private Flächen nötig waren, musste die Stadt Hanau diese in einem langwierigen Prozessdiese zunächst von den jeweiligen Eigentümern käuflich erwerben oder tauschen. Nachdem alle Flächen zur Verfügung standen, konnte HIS schließlich Landesfördermittel beantragen. Gemäß Bescheid werden rund 75 Prozent der Baukosten bezuschusst. Die Gesamtkosten veranschlagt HIS mit etwa 600.000 Euro.

Um diesen Graben auch ökologisch aufzuwerten, beauftragte der Eigenbetrieb ein Fachplanungsbüro mit dem Entwurf für einen naturnahen Wasserlauf. Der Entwurf wurde in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutz- und Wasserbehörden erstellt, die eine Genehmigung zum Umgestalten erteilten. Im Rahmen der Ausschreibung erhielt das auf ökologisch ausgerichtete Wasserbauarbeiten spezialisierte Landschaftsarchitekturbüro Beuerlein/Baumgartner den Zuschlag.

Die Grabenprofilierung im Landschafts- und Wasserschutzgebiet beginnt am östlichen Ende der Reaktivierungsstrecke, bis hin zum Wendehammer Zur Breulwiese. Dort werden anschließend im Kreuzungsbereich mit der Wassergartenstraße in den Sommerferien einige Meter Bachkanal neu verlegt und damit die vorhandene Verrohrung ein Stück verlängert. Pflanzarbeiten sollen im späten Herbst erfolgen. "Der Graben samt beiderseitigem Schutzstreifen ohne landwirtschaftliche Düngung soll ein Lebensraum für Fische, Insekten und Vögel werden", so Ruess.

Er hofft, dass sich über den reaktivierten Graben und sich anschließende Abläufe Waldbäume mit frischem Wasser versorgen lassen, die unter den vorigen trockenen Sommern zu leiden hatten. Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hanau müsse dafür zunächst das Grabensystem im Wald kartieren, um zu prüfen, ob das technisch möglich ist.

Ortsvorsteherin Geier-Roth regte an, entlang des reaktivierten Grabens Lernstationen mit QR-Codes anzubringen. Damit lasse sich den Mädchen und Jungen im nahen Kindergarten ein Erlebnis- und Lernort leicht näherbringen. Stadtrat Morlock kündigte an, dass HIS zusammen mit der städtischen Feuerwehr ein digitales Frühwarnsystem für Starkregen-Ereignisse aufbaue. Per Handy-App könnten sich auch Hausbesitzer und -innen damit benachrichtigen lassen, um möglichst rechtzeitig Hochwasser-Vorkehrungen treffen zu können.

Foto: Wo am Wendehammer in der Straße Zur Breulwiese die Grabenverrohrung beginnt, soll diese ein Stück fortgeführt und weiter östlich der verlandete Graben wieder geöfnet werden.
Foto: Ortsvorsteherin Caroline Geier-Roth (vorne rechts) und Ortslandwirtin Ilse Bader (vorne links) ließen sich über den Stand der Arbeiten informieren von: Stadtrat Thomas Morlock, Projektleiter Christian Fischer vom beauftragten Planungsbüro, Michael Böwingloh von der gleichnamigen Baufirma, HIS-Betriebsleiter Markus Henrich und HIS-Fachmann Michael Ruess (von rechts).
Quelle: Stadt Hanau

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