Kaminsky und Funck würdigen Verdienste von Arnold Hofacker

Mittelbuchen

Das 27. Dorfbrunnenfest in Mittelbuchen eröffnete er am vergangenen Wochenende noch in bewährt jovialer  Manier zusammen mit Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
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Wenige Tage zuvor leitete er noch eine wichtige Ortsbeiratssitzung. Doch am Dienstag, 12. Juli, ereilte Mittelbuchens Ortsvorsteher Arnold Hofacker ein plötzlicher Tod.  Er wurde 68 Jahre alt. Tief betroffen nahmen OB Kaminsky und Stadtverordnetenvorsteherin Beate Funck die Todesnachricht auf. Kaminsky wörtlich: „Mittelbuchen trauert. Und nicht nur dieser Stadtteil, denn Arnold Hofacker war ein beliebter und zugleich hartnäckiger Kommunalpolitiker mit trockenem Humor und gutem Netzwerk.“ Er erinnert in seinem Nachruf daran, dass er die Verdienste Hofackers erst anlässlich des Dorfbrunnenfestes 2015 mit dem Verleihen des Landesehrenbriefs gewürdigt habe. Hofacker engagierte sich im  Stadtteil Mittelbuchen nicht nur politisch, sondern auch im sportlichen,  sozialen und kulturellen Bereich. 1976 trat er der SPD bei und hatte später im Ortsverein Vorstandsämter inne. Seit 2006 gehört er dem Ortsbeirat an, dessen Vorsitzender er seit 2009 war.

Hofacker gründete 1975 den Tischtennisverein Mittelbuchen mit, im Verein war er zeitweise auch Vorsitzender. Bekannt im Stadtteil war er als Sitzungspräsident im Carnevalsverein 1893.  „Diese Sitzungen gehören zu den beliebtesten in ganz Hanau“, weiß Kaminsky zu berichten. Hofacker war 2012 Gründungsmitglied der Nachbarschaftsinitiative Mittelbuchen. Er gehörte in Mittelbuchen auch zu den treibenden Kräften für ein Projekt mit altengerechten Wohnungen, die im März 2016 offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden. „Diese Anlage lag Arnold Hofacker besonders am Herzen, hier hat er sich große Verdienste erworben“, so Kaminsky. Weithin erkennbar ist sein Wirken für den Stadtteil schon  daran, dass auf dem Trafohäuschen an der alten Waage mitten im Ortskern Mittelbücher Motive aufgemalt wurden. Das entsprang ebenso  seiner Initiative wie der Osterschmuck für den Dorfbrunnen, der in der Alten Rathausstraße dem beliebten Fest im Juli seinen Namen gab. „Das zeigt, wie viel Arnold Hofacker zur Identitätsstiftung im eher dörflichen Mittelbuchen beigetragen hat.“ Mit ihm verliere Hanau „ein Original“, schließt der Oberbürgermeister den Nachruf.

Foto: Arnold Hofacker bei der Einweihung der Altenwohnanlage im März 2016.

Foto: Arnold Hofacker setzte sich früh für das betreute Wohnen auf diese früher unbebauten Fläche im Ortskern ein.

Fotos: Stadt Hanau


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