Baugenehmigung: 69 neue Wohnungen für Steinheim

Steinheim
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Wo bis 2006 die Lederwarenfabrik Jung ihr Firmendomizil hatte, werden in den nächsten zwei Jahren 69 zeitgemäße Eigentumswohnungen entstehen. "Einmal mehr ist es dank einer hervorragenden Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau gelungen, ein stillgelegtes Gewerbegrundstück umzuwidmen, um dort in ansprechender Gestaltung Wohnbebauung zu errichten", unterstrich Frank Kleespies, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauunternehmens, bei einem Ortstermin in Steinheim, dass auf dem weitläufigen Grundstück neben den 7 Mehrfamilienhäusern auch 104 Stellplätze in einer Tiefgarage vorgesehen sind.

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"Auf der Decke der Tiefgarage entsteht eine große Grünfläche, die ganz erheblich zum Wohnwert an dieser Stelle beitragen wird." Das Investitionsvolumen bezifferte er mit 28 Millionen Euro.

Gemeinsam mit seinem Sohn Johannes, der seit Anfang 2021 ebenfalls Geschäftsführer des Jossgrunder Familienunternehmens ist, erhielt er von Oberbürgermeister Claus Kaminsky die Baugenehmigung für das Projekt, das bis Frühjahr 2024 abgeschlossen sein soll. Hanaus OB freute sich nicht nur über das Lob, das Kleespies an die Stadtplanung und die Bauaufsicht richtete. "Von der Aufwertung durch die künftige Nutzung profitiert das gesamte Quartier", zeigte er sich hoch zufrieden, dass der renommierte Bauträger erneut auf einer zuvor gewerblich genutzten Liegenschaft ein hochwertiges Projekt realisiert. "Jede neugebaute Wohnung ist wichtig, denn damit wird dringend benötigter Wohnraum geschaffen." Das großzügige Areal in der Odenwaldstraße eignet sich nach seinen Worten auch deshalb sehr gut für eine Wohnbebauung, da schon das gesamte Umfeld von Wohnnutzung geprägt ist. "Die geplanten mehrgeschossigen Mehrfamilienhäuser werden sich hervorragend einfügen, da sie sich mit ihrer Höhe auch an den bereits vorhandenen Häusern orientieren."

"Wir sind froh, dass wir mit der Firma Kleespies einen verlässlichen und professionellen lokalen Partner für die Umsetzung von solchen Projekten in Hanau gefunden haben", so der OB und erinnerte daran, dass inzwischen weit über 200 Wohnungen durch das Unternehmen in der Stadt geschaffen worden sind. Kleespies entgegnete, dass dieser Erfolg auch der guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Baubehörden und den politischen Gremien der Stadt zu verdanken sei. "Wir stoßen in der Brüder-Grimm-Stadt stets auf kompetente und wohlwollende Gesprächspartner, auf deren Wort wir zählen können."

Der in Hanau inzwischen für seine attraktiven Wohnbauprojekte bekannte Unternehmer hat das Grundstück in der Odenwaldstraße von dem Sohn des Firmengründers Klaus Jung erworben. Wie Kleespies zu berichten wusste, war das bereits 1964 von Klaus Jung gegründete Firma Jung-Taschen Lederwarenfabrik GmbH 1971 in das Gebäude in die Odenwaldstraße umgezogen, wo in der Spitzenzeit mit fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern modische Damentaschen und Reisegepäck aus Leder produziert. Beliefert wurden damit in erster Linie deutsche Lederwaren-Fachgeschäfte - zu denen beispielsweise aus Hanau auch Leder Lehr, damals Hertie und später die Lederschatulle gehörten - sowie das europäische Ausland. Mit zunehmendem Preisdruck aus Asien entschloss man sich, parallel zu importieren. 1989 schließlich wurde die Eigenproduktion aufgegeben und die Bereiche  Entwicklung, Design, Lagerhaltung, Verwaltung und Vertrieb in der Odenwaldstraße fortgeführt. 1990 übernahm Klaus-Dieter Jung die Geschicke der inzwischen drei Firmen mit unterschiedlich modischer Ausrichtung und ergänzte Kleinlederwaren und Gürtel zum Produkt-Portfolio, mit denen unter anderem nahezu alle Vereine der 1. bis 3. Fußball Bundesliga für deren Fanshops beliefert wurden, wie beispielsweise regional  Eintracht Frankfurt, Offenbacher Kickers oder TSG1899 Hoffenheim. 2006 wurde der Firmensitz schließlich in ein modernes Gebäude nach Mühlheim verlegt. Nach dem Tod des Firmengründers und Namensgebers Klaus Jung im Jahr 2018 entschloss man sich, beide Grundstück zu verkaufen.

Zum Zeitplan erläuterte Frank Kleespies, dass nach den im November abgeschlossenen Abrissarbeiten abhängig von der Wetterlage die Erdarbeiten im Januar oder Februar 2022 beginnen werden. "Stand heute gehen wir davon aus, dass die neuen Wohnungen Ende 2023 oder Anfang 2024 bezugsfertig sind und an die neuen Eigentümer übergeben werden können."

Foto: OB Kaminsky übergibt die Baugenehmigung an Johannes Kleespies.


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