Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Steinheim
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"Wir Gedenken der Opfer des Widerstandes und der Sinti und Roma", so die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Main-Kinzig in einer Pressemitteilung.

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Und weiter: "1933 leben rund 30.000 Sinti und Roma in Deutschland. Die meisten besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Für sie beginnt eine Zeit der „rassisch“ begründeten Entrechtung und Verfolgung, gegen die sie sich zur Wehr setzen. Die "Rassenhygienische Forschungsstelle" soll seit 1936 die deutschen Sinti und Roma vollständig erfassen. In Hanau findet die Deportation am 27. März 1943 ins Vernichtungslager KZ-Ausschwitz statt. Die Nürnberger Rassengesetze vom September 1935 verändern auch das Schicksal der Sinti und Roma in Deutschland entscheidend. Sie verlieren ihre Bürgerrechte; ebenso wie den Juden werden ihnen die Heirat mit „Deutschblütigen“ und die Ausübung vieler Berufe verboten. In einigen deutschen Städten entstehen KZ-ähnliche Sammellager für Sinti und Roma. Seit 1940 werden Sinti und Roma in das deutsch besetzte Polen zur Zwangsarbeit verschleppt.

Immer wieder versuchen Sinti und Roma, sich gegenüber der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zu behaupten. Fluchtversuche und Fluchthilfe sind wesentlicher Bestandteil der Selbstbehauptung und des Widerstandes der Sinti und Roma. Es kommt auch zu verzweifelten Versuchen, sich in den besetzten Gebieten gegen die Massenerschießungen zu wehren. Dem Völkermord fallen nach Schätzungen bis zu 500.000 Sinti und Roma in Europa zum Opfer. Am 16. Mai 1944 wehren sich die Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau gegen ihre geplante Ermordung. Es gelingt ihnen, die Mordaktion um mehrere Wochen zu verzögern. Im Kampf gegen die deutsche Besatzungsmacht schließen sich Gruppen von Sinti und Roma vor allem in Osteuropa den Partisanenverbänden an. Zentrum des bewaffneten Kampfes ist Jugoslawien. Auch in Frankreich leisten Sinti und Roma in der Résistance Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Verfolgung ihrer Minderheit.

Die Initiative Runder Tisch - Erinnern und Gedenken Steinheim, der dortige Ortsbeirat, die Kirchengemeinden und der Geschichtsverein gedenken ab 17 Uhr am Friedensdenkmal am Platz des Friedens in der Steinheimer Altstadt der Opfer des Holocaust mit einer Kranzniederlegung. Um 19 Uhr wird im Familien- und Generationenzentrum der bewegende Film "Das Leben ist schön" aus dem Jahr 1997 gezeigt. Wir müssen den Neo-Faschismus und den Rechtsextremismus gemeinsam bekämpfen! Folgen sie der Einladung der Initiative Runder Tisch - Erinnern und Gedenken Steinheim, dem dortigen Ortsbeirat, den Kirchengemeinden und des Geschichtsvereins."


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