„Darf ich als Christ in einer Moschee beten?“

Steinheim

Beim gemeinsamen Essen im Kardinal-Volk-Haus fand das Ökumenische Forum der drei Steinheimer Kirchengemeinden mit den Islamischen Vereinen von Hanau seinen Abschluss.

Interkulturelle Wochen im Main-Kinzig-Kreis
Harth & Schneider

oekumsteinhoekumsteinh1oekumsteinh2Der evangelische Dekan, Pfarrer Carsten Tag, moderierte die Abschlussrunde. Im offenen und vertrauensvollen Gespräch wurden unterschiedliche Sichtweisen des Glaubens und der religiösen Praxis besprochen und erklärt. So z. B. „Darf ich als Christ in einer Moschee beten?“ wurde genau so angesprochen wie Fragen zum „Dreieinigen Gott“ und zum Bilderverbot der Muslime. Da auch theologische Vertreter beider Religionen anwesend waren konnten sich die Teilnehmenden auch über ein mögliches gemeinsames Gebet oder eine mögliche gemeinsame Feier auseinandersetzen.

„Dies macht nur die im Laufe der zwei letzten Jahre entstandene Freundschaft, aus der der Facharbeitskreis für Jugendfragen entstand, möglich“, so Burkhard Huwe als evangelischer Vertreter des Ökumenischen Arbeitskreises. „Von unserer Seite wurden auch Vorbehalte abgebaut“ sagte der Vorsitzende des Muslimischen Arbeitskreises Hanau, Behlül Yilmaz. Ein weiteres freundschaftliches Aufeinanderzugehen und eine Fortsetzung des Dialogs wünscht auch Frau Dr. Cordula Uischner-Peetz für die katholischen Gemeinden. An zwei vorausgegangenen Abenden hatten Christen und Muslime einander in ihre Gotteshäuser eingeladen. Zahlreiche Steinheimer Christen erlebten einen eindrucksvollen Besuch in einer der Hanauer Moscheen in der Gärtnerstraße, konnten am Abendgebet beobachtend teilnehmen und dann die große Gastfreundschaft der muslimischen Gastgeber genießen.

Im Gegenzug besuchten am darauffolgenden Abend eine Vielzahl interessierter muslimischer Frauen und Männer unter Teilnahme von Steinheimer Christen die St. Nikolauskirche zu einer außergewöhnlichen Führung. Die zentralen Glaubensinhalte des christlichen Glaubens wurden anhand der Orte des gottesdienstlichen Geschehens im Kirchenraum vorgestellt. Eine Fortsetzung des Dialogs ist geplant.


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