Marie Curie wurde 1903 der Nobelpreis für Physik und 1911 der für Chemie verliehen.

Margarete von Wrangell war die erste ordentlich Professorin in Deutschland, die sich 1920 an der Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim habilitierte. Agnes Pockels entdeckte als Autodidaktin Ende des 19. Jahrhunderts bedeutende Grundlagen auf dem Gebiet der Ober- und Grenzflächenspannung. Hertha Sponer leistete wichtige Beiträge zur Molekülphysik und Spektroskopie, wurde 1942 zur außerordentlichen Professorin ernannt und emigrierte 1934 nach Norwegen. Hedwig Kohn wurde 1913 neben Sponer und Lise Meitner die dritte habilitierte Physikerin Deutschlands; sie wanderte von Breslau in die USA aus und wurde dort 1948 ordentliche Professorin.
Bei der Namensgebung für die Straßen im Technologiepark Wolfgang arbeiteten der Geschichtsverein Wolfgang und der Ortsbeirat Großauheim-Wolfgang zusammen. Dessen stellvertretender Vorsitzender Joachim Götz enthüllte zusammen mit Stadtrat Morlock das neue Schild der Marie-Curie-Straße. Die Stadt Hanau hatte die Straßennamen mit den Eigentümern des Technologieparks abgestimmt. Deren Anliegen bestand darin, dank der neuen Namen besser auffindbar zu sein als unter der früheren Einheitsadresse "Rodenbacher Chaussee 6" aus den Zeiten der dortigen Brennelementefabriken.
Auf diesem Gelände setzten die Stadtverordneten mit dem Bebauungsplan "Nord-Ost/Technologiepark" erstmals öffentliche Verkehrsflächen fest. Im Dezember 2017 gingen die Straßen in den Besitz der Stadt Hanau über. "Das bedeutet, dass wir die Pflicht haben, die Straßen in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten und zu reinigen sowie das Begleitgrün zu pflegen", erläutert Stadtrat Morlock. Die Stadt Hanau beabsichtige, alle als öffentliche Verkehrsflächen festgesetzten Abschnitte anzukaufen und ab 2019 abschnittsweise auszubauen. Bei etwa 80 Prozent sei das bereits der Fall.
Foto: Stadtrat Thomas Morlock und der stellvertretende Ortsvorsteher Joachim Götz (von rechts) enthüllen den Marie-Curie-Straßennamen im Technologiepark Wolfgang. Ganz links Manfred Gutberlet, Leiter des städtischen Fachbereichs Grundstücke und Logistik.
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