Kurzfristige Bekämpfung der Mückenplage beschlossen

Nordwest
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Der viele Regen im Frühjahr war und ist ein Glücksfall für die Natur, gleichzeitig begünstigt das warme Wetter in Verbindung mit hohen Niederschlägen allerdings auch eine starke Zunahme der Mückenpopulationen, insbesondere in den waldnahen Wohngebieten und Auen.



„Da sich die Mückeninvasion zwischenzeitlich jährlich wiederholt und viele Bewohner kaum noch ihre Gärten nutzen können und Sportvereinen der Sportbetrieb immer schwerer fällt, haben wir im Ortsbeirat Hanau Nordwest einen Prüfantrag gestellt, um der Plage Herr zu werden,“ sagt FDP Ortsbeiratsmitglied Henrik Statz. Durch den Beschluss wurde der Magistrat beauftragt, sowohl kurzfristige Maßnahmen als auch langfristige Strategien zur Bekämpfung der Mückenplage zu prüfen.

Die kostenlose Abgabe von B.t.i. Tabletten sei laut Antrag ein gut funktionierender Baustein für private Flächen, die großen unter Wasser stehenden Wald- und Wiesenflächen müssten allerdings mit größerem Aufwand und mit städtischer Unterstützung behandelt werden. Auch hier dürfte der B.t.i. Wirkstoff das sinnvollste Mittel sein, da es sehr selektiv wirkt. Langfristige Studien der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage e.V. zeigen signifikante Reduzierungen von Mückenlarven durch den gezielten Einsatz von B.t.i. Die in den Rheinauen regelmäßig durchgeführte Brutstättenkartierung stellt ein punktgenaues Eingreifen sicher. Bei Hubschraubereinsätzen werden beispielsweise Brutareale störungsempfindlicher Großvögel ausgespart, B.t.i. werde erst eingesetzt, wenn bei Schöpfproben die Larvenzahl deutlich angestiegen ist und bei Gebieten ohne Auflagen werden Applikationstechniken immer wieder individuell angepasst.

Den Liberalen ist es bei der Prüfung wichtig, einen gut balancierten Interessensausgleich zwischen menschlichem Wohlergehen und Gesundheitsschutz einerseits sowie Naturschutz und Biodiversität andererseits sicherzustellen. „Da Mücken sich nicht für Stadtgrenzen interessieren, solle auch mit Nachbarkommunen gesprochen werden, ob ein gemeinsames strategisches Handeln auf den Weg gebracht werden könne,“ ergänzt FDP Ortsbeiratsmitglied Dr. Michael Weller.##


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