"Auf den Plakaten ist zu sehen 'Die Böckel macht das' und da stellt sich natürlich die Frage: Was macht 'die Böckel' und warum hat sie vorher nichts gemacht?", schreibt die Soziale Wählergemeinschaft Hasselroth (SWG) in einer Pressemitteilung und wendet sich damit an die SPD-Bürgermeisterkandidatin Uta Böckel.
Mit der Mehrheitsfraktion von SPD/FDP in der Hasselrtother Gemeindevertretung hätte sie alle Missstände oder Versäumnisse, die sie hier dem amtierenden Bürgermeister anlaste, schon lange aus dem Weg räumen können. "Da stellt sich die zweite Frage: Hält die SPD die Bürger wirklich für so dumm genau das zu vergessen? Außer Machtgehabe durch unnötige Ausschussverweisungen, um Verwaltung und Bürgermeister zusätzlich mit Arbeit einzudecken, war da wenig zu sehen. Bei allem Respekt, das ist keine Politik für Hasselroth und die Bürger. Nebelkerzen werfen – getreu der Devise es wird sich schon keiner erinnern können, das ist die altbekannte Taktik", schreibt die SWG weiter.
Da passe auch gut, dass jetzt Altbürgermeister Traxel bei einer Wahlveranstaltung, zu der nicht nur Politiker, sondern auch Kreisbedienstete "verpflichtet werden", das Fehlen einer Baulandrichtlinie als Versäumnis des amtierenden Bürgermeisters anprangern wolle. "Offenbar hat Herr Traxel vergessen, dass der Gemeindevertretung in Ihrer Sitzung vom 1. Juli 2010 der Entwurf einer Richtlinie durch den Gemeindevorstand vorgelegt wurde und zur weiteren Beratung in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen wurde. Nur passierte dann nichts mehr, da es der SPD Ausschussvorsitzende Benzing wohl nicht mehr für so wichtig erachtet hat", so die SWG.
Im Übrigen habe Bürgermeister Scharf seinen Wohnortwechsel bei der Podiumsdiskussion offen und ehrlich dargelegt. "Bei allem Bemühen: Das Thema ist durch. Von Baulandpreisen war dabei sowieso nicht die Rede, zumal bekannt ist, dass die Preise in Hasselroth und Freigericht nahezu identisch sind. Es war übrigens ein Altbürgermeister Traxel der in Gondsroth beim Kommunalwahlkampf 2006 auf einem Foto mit anderen zur angeblichen Baulandausweisung in Gondsroth zu sehen war. Passiert ist nichts. Oder haben die Genossen je einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss gefasst? Heute haben wir 2012 – scheint also nichts passiert zu sein. Für den Wahlkampf wird die Wahrheit schon mal ordentlich verdreht", heißt es weiter.
Habe der Gemeindevertretervorsitzende Helmut Müller noch vor einigen Monaten gemeinsam mit dem Bürgermeister in den Hasselrother Kostenblättern gemeinsam mit dem Hessischen Städte- und Gemeindebund um Verständnis für eventuelle Gebührenanpassungen geworben, scheine er das jetzt gänzlich vergessen zu haben. Expertenaussagen in der Gemeindevertretung versuche er als dann passend zu reden – "an den Fakten vorbei".
Die SWG abschließend: "Wenn man allen Presseberichten Glauben schenken darf, ist die Lösung aller Probleme in der Person 'die Böckel' und ihren Anhängern zu finden. Wichtige Themen werden dabei aber ausgespart: Nichts zu lesen von der angespannten finanziellen Situation – außer das alles 'besser, toller und schöner' werden soll . Aber keine Vorschläge fürs Wie – außer der Einführung einer besonderen Steuer für Reiche. Naja, Frau Böckel – das kann das Hasselrother Parlament wohl nicht entscheiden. Immer gut, wenn man dann auf die Verantwortung der anderen hinweisen kann ohne die eigene Verantwortung wahrnehmen zu müssen. Immerhin wird dem aktuellen Rathauschef durch unabhängig Wirtschaftsprüfer eine vorbildliche Haushaltsführung bescheinigt, die weniger ein Ausgaben-, denn ein Einnahmenproblem hat. Scheint aber für 'die anderen Kandidaten' nicht so wichtig zu sein. Wir denken, dass wir auch unseren Folgegenerationen verpflichtet sind. Und dazu lassen sich die Fakten der Amtszeit des amtierenden Bürgermeisters sehen.
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