Nach harter Kritik: Bürgermeister Scharf erleidet Schwächeanfall

Hasselroth
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Die Amtseinführung des neuen Bürgermeisters Matthias Pfeifer (Soziale Wählergemeinschaft/SWG) in Hasselroth wurde von einem Eklat überschattet. Der SWG-Fraktionsvorsitzende Jürgen Roth nutzte die letzte Gemeindevertretersitzung mit Noch-Bürgermeister Uwe Scharf (Parteilos) für eine Abrechnung mit dem Rathauschef. Scharf nahm die persönliche Erklärung kommentarlos hin, bekam im Laufe der Sitzung dann allerdings gesundheitliche Probleme und musste nach einem Schwächeanfall ärztlich versorgt werden.

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Roth kritisierte, dass Pfeifer im Rahmen einer „normalen“ Gemeindevertretersitzung mit weiteren Tagesordnungspunkten vereidigt wurde und bezeichnete schon die Terminfindung als „größere Geburt“. Nachdem zunächst eine Sitzung in der deutlich kleineren Zehntscheune in Neuenhaßlau anberaumt war, sei schließlich nur auf Drängen von Pfeifer der Termin am Aschermittwoch in der Friedrich-Hofacker-Halle in Niedermittlau gewählt worden. Allerdings habe Scharf auch danach weiterhin abgelehnt, dort einen würdigen Rahmen für die Vereidigung von Pfeifer zuzulassen, um ihm diesen besonderen Tag zu vermiesen, obwohl auch der Gemeindevertretungsvorsitzende Hubertus Peter (SPD) dazu bereit gewesen wäre.

Roth erinnerte daran, dass die SWG bei den vergangenen Bürgermeisterwahlen zweimal Scharf unterstützt und für ihn Wahlkampf gemacht habe. In den letzten zwei Jahren seiner Amtszeit habe dieser aber nur noch persönliche Eitelkeiten in den Vordergrund gestellt und hätte es wohl auch lieber gesehen, wenn SPD-Kandidat Christian Benzing sein Nachfolger geworden wäre. Außerdem hätten andere Bürgermeister ihren Nachfolgern wichtige Entscheidungen überlassen und nicht versucht, diese noch schnell durchzupeitschen. Roth schloss mit den Worten: „Ich wünsche ihnen alles Gute als Pensionär, aber zum Glück sind sie nur noch 25 Tage im Amt.“ Danach schlug er mit der Faust aufs Rednerpult. Auch der künftige Bürgermeister Matthias Pfeifer sprach in seiner Antrittsrede den Rahmen seiner Vereidigung an: „Die Verantwortlichen der heutigen Sitzung werden sich schon etwas dabei gedacht haben, die Tagesordnung mit so vielen Punkten vollzupacken.“

Noch-Amtsinhaber Uwe Scharf zog sich nach der Vereidigung von Pfeifer in die Zuschauerreihen zurück und bekam laut der Ersten Beigeordneten Uta Böckel (SPD) dort gesundheitliche Probleme. Böckel übernahm daher die offizielle Gratulation seitens des Gemeindevorstandes. Scharf sei außerhalb der Halle ärztliche betreut worden und wurde laut Böckel anschließend nach Hause gebracht.

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