Hasselroth: Kein Durchkommen für die Feuerwehr

Hasselroth
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Nur wenige Meter war das große Löschgruppenfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenhaßlau unterwegs, dann war bereits Endstation: In der Friedrichstraße in Gondsroth stand ein Pkw auf der Straße, das große Feuerwehrauto passte da nicht mehr vorbei. Und genau auf solche Situationen wollte Bürgermeister Matthias Pfeifer (Soziale Wählergemeinschaft) bei der Rundfahrt mit seinem Rathausteam am Dienstagabend aufmerksam machen.

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Treffpunkt war das Feuerwehrhaus in Gondsroth, dort traf auch die Freiwillige Feuerwehr Somborn samt Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (SPD) aus der Nachbargemeinde ein. Hasselroth und Freigericht haben einen gemeinsamen Polizeiordnungsbehördenbezirk, die freie Durchfahrt der Ortsstraßen fällt in deren Zuständigkeitsbereich. Und wurde bislang wohl nicht besonders intensiv kontrolliert: Nachdem das große Feuerwehrauto rückwärts aus der Friedrichstraße herausfahren musste, gab es in der Frankfurter Straße und der Hainstraße in Gondsroth ähnliche Probleme.

Auch dort wurden kleine Zettel unter die Scheibenwischer geklemmt: „Es hätte ihr Haus sein können, dass die Einsatzkräfte unserer Feuerwehr nun nicht erreichen“, sollen diese Worte die Falschparker sensibilisieren. 200 solcher Zettel verteilten Pfeifer und sein Rathausteam am Dienstagabend, fast vier Stunden lang wurden alle Straßen in den drei Ortsteilen abgefahren. Darunter auch die Niedermittlauer Bahnhofssiedlung, die aufgrund ihrer engen Straßen schon immer problematisch für größere Fahrzeuge zu befahren ist. Gleiches galt auch für den Freigerichter Ortsteil Somborn, wo Eitz mit den Kameraden der Feuerwehr die Straßen abfuhr.

Die Aktion vom Dienstagabend warf allerdings auch Fragen auf: Warum wurden die Straßen nicht schon früher kontrolliert? Warum wird gegen Falschparker nicht konsequent vorgegangen? Und sind die Mitarbeiter des gemeinsamen Ordnungsbehördenbezirkes von Hasselroth und Freigericht wirklich so intensiv in den Ortschaften unterwegs wie es nötig erscheint? „Bitte parken Sie in Zukunft umsichtiger und gemäß der Straßenverkehrsordnung, um Behinderungen des fließenden Verkehrs zu vermeiden“, soll der letzte Satz auf dem kleinen Zettel jedenfalls als letzte Warnung zu verstehen sein. Wenn weiterhin nicht genügend Platz für die Rettungsfahrzeuge gelassen wird, sollen bald Strafzettel hinter den Scheibenwischern klemmen.

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