Ortsumgehung Hasselroth-Freigericht: Minister vertröstet auf 2021

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Die Hessische Landesregierung hat eine Entscheidung über die Umgehungsstraße Hasselroth-Freigericht erneut verschoben. Ursprünglich sollte im Herbst 2020 erklärt werden, ob das Projekt in den nächsten Planungszeitraum des Landes Hessen für Straßenneubauten Einzug erhält. Nun ist von "Anfang 2021" die Rede.

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Die Sprecher der "Interessengemeinschaft Umgehungsstraße Hasselroth-Freigericht" hatten am Dienstag in einem Brief an die Landtagsabgeordneten Christoph Degen (SPD) und Max Schad (CDU) eine Entscheidung angemahnt. "Fach- und Sachargumente sind zu Hauf ausgetauscht, Untersuchungen unter Einsatz von viel, viel Geld erfolgt", so Jürgen Grün, Klaus Weingärtner, Friedrich Weber, Klaus Jakob und Uwe Scharf, die zudem erklärten: "Und mit der gleichen Geduld haben wir ertragen, dass uns teilweise bis hin zur bezeugten Aussage eines Staatssekretäres offen ins Gesicht gelogen wurde."

Eine Antwort gab es gleich wenige Stunden später vom Landtagsabgeordneten Degen, der ein Schreiben des Hessischen Verkehrsministers Tarek Al-Wazir (Grüne) vom 15. November vorlegte. Demnach sei eine kurzfristige Planungsaufnahme durch die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil mangels freier Planungs- und Betreuungskapazitäten nicht in Frage gekommen. Vielmehr betrachte Hessen Mobil derzeit die in früheren Priorisierungen als dringlich bewerteten, erwogenen Ortsumgehungsplanungen an Landesstraßen neu. "Ziel ist es, auf fachlich fundierter Grundlage Maßnahmen zu identifizieren, die für eine eventuelle Planungsaufnahme nach 2021 vorgeschlagen werden könnten. Diese Neubetrachtung, bei der absprachegemäß auch eine Ortsumgehung Freigericht-Hasselroth mitberücksichtigt wird, soll nach aktueller Planung Anfang 2021 abgeschlossen werden", bittet der Minister "noch um etwas Geduld".

2019 war laut Al-Wazir in einer Machbarkeitsstudie festgestellt worden, dass es umweltverträgliche, verkehrlich wirksame und technisch machbare Lösungen für eine Ortsumgehung Freigericht-Hasselroth gibt und zwei grundsätzlich denkbare Trassenvarianten identifiziert worden. Eine davon würde von Somborn aus links an Gondsroth und Neuenhaßlau vorbei in Höhe des Netto-Marktes auf die Landesstraße in Richtung Bahnhof Langenselbold stoßen. Die von Hessen Mobil favorisierte Trasse führt von Somborn aus rechts an Gondsroth vorbei, danach zwischen Gondsroth und Neuenhaßlau entlang und schließlich links an Neuenhaßlau vorbei auf die Landesstraße in Richtung Langenselbolder Bahnhof. Diese Machbarkeitsstudie wurde ohne Begründung der Öffentlichkeit allerdings bislang nicht zugänglich gemacht.

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