Zwei große Solarparks in Hasselroth geplant

Hasselroth
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In der Gemeinde Hasselroth sollen zwei große Solarparks entstehen. Die Gemeindevertretung hat dafür zwei jeweils fast fünf Hektar große Flächen in den Ortsteilen Neuenhaßlau und Niedermittlau freigegeben, die allerdings nur zum Teil im Gemeindebesitz sind. Betreiber soll die Firma next energy GmbH werden, ein Tochterunternehmen der Kreiswerke Main-Kinzig.

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Einigkeit herrschte in der Gemeindevertretung darüber, dass in Hasselroth mit den beiden Solarparks ein Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel geleistet werden soll. Laut Bürgermeister Matthias Pfeifer (Soziale Wählergemeinschaft) könnten mit dem erzeugten Strom (8 Megawatt) circa 3.000 der aktuell 3.400 Haushalte in Hasselroth versorgt werden. Wird die erhoffte Leistung erzielt, könnte somit ein Großteil der Gemeinde diesen Strom beziehen. Die Gemeinde erhofft sich zudem zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen von bis zu 60.000 Euro jährlich, außerdem Pachteinnahmen für die gemeindeeigenen Flächen. Profitieren würden auch die Privateigentümer der Flächen, wenn sie denn einer Verpachtung für die Solaranlagen zustimmen. In Neuenhaßlau soll der Solarpark zwischen dem Gelände der Hundesportvereins und den Bahngleisen entstehen, in Niedermittlau ist eine Fläche zwischen der Bahnhofssiedlung und Gelnhausen-Meerholz vorgesehen.

In der durchaus hitzigen Debatte äußerte sich die SPD kritisch: „Das Verfahren war nicht gut und nicht transparent“, sind laut Alexander Heger die Kreiswerke am Vorhabenträger, der Firma next energy projects 2050 GmbH, nicht beteiligt. „Hat man überhaupt mit anderen Anbietern gesprochen?“, hat die Gemeindevertretung den Vertrag laut Heger zudem nie zu Gesicht bekommen. Jan Müller (SPD) findet die Idee zwar grundsätzlich gut, hätte allerdings neben einem größeren Bieterverfahren vorher gerne auch mit dem Umweltbeirat und der Bürger-Solar-Genossenschaft gesprochen.

Bürgermeister Pfeifer wollte sich das Projekt hingegen nicht schlecht reden lassen: „Korinthenkackerei“ war für ihn die angeführte Kritik, der Umweltbeirat sei schließlich nur ein Hilfsorgan des Gemeindevorstandes. Und für die ortsansässige Bürger-Solar-Genossenschaft, die aktuell Anlagen auf drei Dachflächen in der Gemeinde betreibt, sei dieses Projekt mit einem Investitionsvolumen von acht bis neun Millionen Euro schlichtweg zu groß. Unterstützung bekam Pfeifer von CDU: „Wer der Investor ist, ist nicht so entscheidend“, sieht Torsten Rösch die Gemeinde aber auch erst am Anfang des Verfahrens.

Dass noch nicht mit den Anwohnern in der Niedermittlauer Bahnhofssiedlung gesprochen wurde, die zukünftig auf die Solaranlage blicken sollen, bemerkte Behrad Fahran (FDP): „‘Klimaneutrale Gemeinde‘ hört sich sexy an, aber zu welchem Preis?“, forderte er dazu auf, Akzeptanz für die Pläne in der Bevölkerung zu schaffen. Für das grundsätzliche Vorhaben, zwei Solarparks in Hasselroth zu errichten, stimmten alle Gemeindevertreter, die Umsetzung der konkreten Pläne mit der Firma next energy GmbH durch den Gemeindevorstand wurde mit den Stimmen von Sozialer Wählergemeinschaft und CDU beschlossen.



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