Anfang des Jahres wurde in Hasselroth eine Straßennamenfindungskommission mit Vertretern aller politischen Parteien und auch des Heimat- und Geschichtsvereines ins Leben gerufen.
Ziel war es, die Parteipolitik bei diesem sehr sensiblen Thema außen vor zu lassen und die Erarbeitung von Vorschlägen zu möglichen Änderungen von doppelten Straßennamen in Hasselroth. Diese Vorschläge werden dann in der Gemeindevertretungssitzung am 29.08.2013 abschließend zur Diskussion gestellt und abgestimmt.
Basis der Kommissionsarbeit waren die bereits in den 90er Jahren erarbeiteten Vorschläge, an denen man sich orientieren konnte. Mittlerweile bestehen auch seitens der Bevölkerung zu ca. 95 Prozent der Änderungen Konsens. Einzig zu folgenden Straßen gibt es noch Diskussionen: Hanauer Landstraße, Bahnhofstraße, Vogelsbergstraße und Untere Steinbach. Deshalb trafen sich vergangene Woche die SWG-Mitglieder und betroffene Bürger, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten, wobei es vorrangig um die Hanauer Landstraße und Bahnhofstraße ging.
Betreffend der Vogelsbergstraße in Gondsroth schließt sich die SWG dem Kommissionsvorschlag an, dass aufgrund der niedrigeren Einwohnerzahl die Vogelsbergstraße in Gondsroth eine Namensänderung in „Am Wellbach“ erfahren soll. Weiterhin soll die „Untere Steinbach „ ihren Namen behalten, aber eine Änderung der Hausnummern erfolgen, da auch in den anderen Ortsteilen die Hausnummern teilweise geändert werden müssen und alle gleich behandelt werden sollen.
Im Anschluss an die SWG-Sitzung trafen sich Teile des SWG-Vorstandes mit Anwohnern der Hanauer Landstraße in Niedermittlau und der Bahnhofstraße in Neuenhaßlau, um sich auszutauschen und die Ergebnisse der SWG-Sitzung zu besprechen. Hinsichtlich der Hanauer Landstraße kam die SWG zu dem Ergebnis, diese in Niedermittlau unter anderem aufgrund der hohen Anzahl an Gewerbetreibenden und der damit verbundenenrechtlichen Unsicherheiten zu erhalten, mit der Folge, dass dieselbe Straße in Neuenhaßlau umzubenennen ist.
Bei der Bahnhofstraße in Neuenhaßlau ist die SWG zu dem Ergebnis gekommen, diese dem Namen nach zu erhalten, da die Kommission in diesem Fall von ihren eigentlichen Kriterien, wonach Straßen mit den meisten Anliegern nicht umzubenennen sind, abgewichen ist und so eine Umsetzung in Hasselroth nicht einheitlich erfolgen würde. Da die Hanauer Landstraße in Neuenhaßlau aufgrund der Beibehaltung in Niedermittlau in jedem Fall umbenannt werden müsste, würde es die SWG sehr begrüßen, wenn dann die in Urzeiten entstandene Zweiteilung der Hanauer Landstraße und Bahnhofstraße in Neuenhaßlau aufgehoben wird und die komplette Durchgangsstraße in Neuenhaßlau in Bahnhofstraße umbenannt wird.
Allerdings sollte man den Anwohnern der Hanauer Landstraße in Neuenhaßlau und der Bahnhofstrasse in Niedermittlau die Möglichkeit geben, Änderungswünsche zu äußern und nicht von "oben herab" etwas aufzuzwingen. Einen Zusatz in „Alte Hanauer Landstraße“ oder Zusätze wie „alte“ Neuenhaßlauer“ Niedermittlauer“ oder ähnliches werden als nicht sinnvoll erachtet, da dieses besonders im Rettungsbereich zu Irritationen führen könnte. Die Hausnummernänderungen sind in jedem Fall umzusetzen.
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