Der Vorstand des VdK Ortsverbandes Neuenhaßlau-Gondsroth tagte zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr beim Vorsitzenden Helmut Müller.
Der Vorstand des VdK Ortsverbandes Neuenhaßlau-Gondsroth tagte zu seiner letzten Sitzung in diesem Jahr beim Vorsitzenden Helmut Müller.
Auf dem Programm stand die Rückschau auf die Termine 2024 und die Vorschau 2025 und der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11.2024.
Zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25.11.2024 fordert der Sozialverband VdK, Schutzeinrichtungen auszubauen. Die Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Nach Angaben des Bundeskriminalamts hat sich 2023 die Zahl der Fälle von Häuslicher Gewalt auf 180.715 erhöht. Das sind 5,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Im selben Jahr wurden 360 Frauen getötet, weil sie Frauen waren. Auch online werden Frauen immer häufiger attackiert. So lässt sich bei den Hassdelikten im Netz zwischen 2022 und 2023 ein Zuwachs um 25 Prozent feststellen. Gleichzeitig ist von einer großen Dunkelziffer auszugehen, weil viele Straftaten nicht angezeigt werden. „Gewalt gilt laut Weltgesundheitsorganisation als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen“, sagt der Vorsitzende des VdK Ortsverbandes Neuenhaßlau-Gondsroth, Helmut Müller. „Bei diesem Thema dürfen wir nicht wegschauen. Im Gegenteil: Wir müssen den Betroffenen, die oft aus Angst und Scham schweigen, eine Stimme geben.“
Der VdK fordert daher, die Kapazitäten der Frauenhäuser in Hessen weiter auszubauen. „Am 1. Februar 2018 ist die Istanbul-Konvention in Deutschland in Kraft getreten. Mit diesem internationalen Übereinkommen verpflichten sich Staaten dazu, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen und den Opfern Schutz und Unterstützung zu gewähren. Doch immer wieder melden Mitarbeiterinnen aus den Frauenhäusern, dass sie Hilfesuchende wegen Platz- und Personalmangels abweisen mussten“, erklärt Helmut Müller. Insbesondere Frauen mit Behinderungen, mit Suchtproblemen oder mit Söhnen im Alter über 12 Jahren haben große Schwierigkeiten, eine Unterkunft zu finden. Hinzu kommt, dass sie häufig die Kosten für die Unterbringung selbst tragen müssen, wozu viele Betroffene finanziell nicht in der Lage sind. Die Istanbul-Konvention schreibt ausdrücklich vor, Frauen einen niedrigschwelligen und barrierefreien Zugang zu Schutzeinrichtungen zu ermöglichen. „In Hessen gibt es 32 Frauenhäuser mit 639 Plätzen. Schätzungen zufolge fehlen in Hessen 300 Plätze, um dem tatsächlichen Bedarf gerecht zu werden. Die akute Wohnungsknappheit in vielen Regionen verschärft das Problem noch, weil viele Frauen keine Wohnung für sich und ihre Kinder finden und dadurch gezwungen sind, länger in den Einrichtungen zu bleiben“, so der Vorsitzende abschließend.
Für weitere Auskünfte beziehungsweise Informationen über die Arbeit des Ortsverbandes steht der Vorsitzende unter Telefon 0170 5726277 oder unter E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.
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