Weideprojekt Hässeler Weiher: Boll-Hütte offiziell eröffnet

Hasselroth

Seit 2016 betreibt die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e. V. (HGON) das Weideprojekt Hässeler Weiher. In den vergangenen Monaten konnte nun aufgrund eines Vermächtnisses und der finanziellen Förderung mit EU-Mitteln durch SPESSARTRegional der lange gehegte Wunsch der Projektverantwortlichen zum Bau eines Beobachtungsstandes umgesetzt werden.

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Die nach den Vermächtnisgebern benannte Boll-Hütte wurde am 5.6. in einer kleinen Feierstunde offiziell der Öffentlichkeit übergeben und eröffnet, wobei der Projektpartner EDEKA-Lauber für das leibliche Wohl der Gäste sorgte. Die Boll-Hütte bietet Naturinteressierten die Möglichkeit von erhöhter Position aus das Projektgebiet einzusehen und so seltene Vogelarten witterungsgeschützt zu beobachten. Außerdem können Spaziergänger auch im unteren Bereich der Hütte eine Rast einlegen, entspannen und die Natur auf sich wirken lassen. Infotafeln bieten Unterstützung bei der Erkennung von Vogelarten und erläutern das Konzept der wilden Weiden und die Vorteile, die dadurch für die Artenvielfalt generiert werden.

Extensive Ganzjahresbeweidung mit robusten Haustierrassen verfolgt das naturschutzfachliche Ziel einer halboffenen, artenreichen Weidelandschaft mit Förderung von Biodiversität, Klima-, Boden-, Grundwasser- und Gewässerschutz. Dabei bietet sich dieses Konzept u.a. für Auen an und diese Form der Bewirtschaftung kann einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz leisten und zur Flächenbewirtschaftung für einen naturnahen Landschaftswasserhaushalt beitragen. Die naturnahe Beweidung von Auen ermöglicht eine Vielzahl von Funktionen, die Mensch und Natur zum Vorteil gereichen. In der intakten Aue bestimmen die regelmäßigen Überschwemmungen den Rhythmus der Gewässer, speichern Wasser und Treibhausgase, vermindern so Dürre und Temperaturanstieg. Die an das Futterangebot der Weiden angepasste Zahl der Rinder, Wasserbüffel, Pferde und Ziegen strukturieren die Landschaft durch Verbiss und Tritt, was einer Vielzahl von wilden Pflanzen und Tieren Lebensraum bietet. Darunter hoch bedrohte Vögel, Amphibien und Insekten. Die Menschen gewinnen mit den Weideflächen in der Aue eine Landschaft mit großer ästhetischer Anziehungskraft – richtige Augenweiden.

Dank des mehrjährigen Projektes „Wilde Wasserweiden“ setzt sich die Deutsche Umwelthilfe für einkommenswirksame Förderstrukturen, öffentliche Aufmerksamkeit und politische Rahmenbedingungen für extensive Ganzjahresbeweidung ein und unterstützt besondere Modellprojekte vor Ort. Dabei unterstützt die DUH vermittelnd, beratend und auch finanziell.

„Unser besonderer Dank gilt unseren Unterstützern insbesondere SPESSARTRegional für die Förderung des Beobachtungsstandes, der DUH für die Finanzierung der Wasserbüffel, deren Transport und des Weidezeltes, sowie postum den Vermächtnisgebern zur Errichtung des Beobachtungsstandes Michael und Karola Boll.“ so der Projektbetreiber und -initiator Andreas Höfler von der HGON.

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