In der Hasselrother SPD ist man sich auch nach der Reaktion von Bürgermeister Scharf auf die Kritik am missglückten Start der Fragebogenaktion zum Thema „Leben und Wohnen im Alter“ einig, erneut an der richtigen Stelle die Probleme aufgezeigt zu haben.
Es gehe nicht darum, dass Fehler gemacht worden seien. Vielmehr wurde der Umgang mit den Fehlern kritisch angemerkt. Dabei habe sich nunmehr Bürgermeister Scharf erneut nicht mit Ruhm bekleckert. Es sei doch lobenswert, wenn der Verwaltung schon längst aufgefallen war, dass mit der Erreichbarkeit der Altersgruppe der 50 bis 60 Jährigen etwas nicht stimmt.
Normalerweise informiert man in einem solchen Fall jedoch öffentlich die betroffenen Menschen, d. h. die Hasselrother Bürger über den Sachverhalt und die weitere Verfahrensweise, also über die Versendung der restlichen Fragebögen und die entsprechende Fristverlängerung. Die Kritik der Hasselrother SPD richtet sich hieran; Alles geht seine gewohnten Gang, die fehlenden Fragebögen werden nachbestellt, bis doch tatsächlich die “bösen“ Sozialdemokraten auf den Fehler hinweisen und auch noch nachträglich wissen wollen wie man alles hätte besser machen können.
Kritik an dieser falschen Vorgehensweise, das gehe nach Ansicht des Bürgermeisters schon mal gar nicht, wohl deshalb reagierte Herr Scharf sofort mit seinem Presseartikel, der nun am 11. September auch im öffentlichen Verkündungsorgan der Gemeinde Hasselroth erschien. Leider ist wohl ebenfalls versehentlich der Ursprungsartikel der SPD nicht veröffentlicht worden. Nach Ansicht der SPD sind einige Klarstellungen notwendig: Wichtige Informationen sind den politisch Verantwortlichen Mandatsträger nicht bekannt oder werden diesen vorenthalten, selbst im Kollegialorgan Gemeindevorstand. Eine Kommunikation findet im kleinen ebenso wie im großen Kreis nicht statt. Diese leidvolle Erfahrung mussten übrigens die von einer Änderung betroffenen Anwohner der namensgleichen Hasselrother Straßen genauso machen. Nicht die SPD ist der Nebelkerzenwerfer, sondern wohl der Rathauschef selbst.
Im von Bürgermeister Scharf angeführten Sozialausschuss wurde weder über den Zeitpunkt noch über die Form der Verteilung des Fragebogens abschließend entschieden. Ebenso ungeklärt war, wer die Auswertung der Ergebnisse vornimmt. Von einer zeitlichen Vorgabe des Versendens war nie die Rede. Sinnvoll war es sicher, die Fragebogen nicht während der Schulferien zu verschicken. Dies bestätigt ausdrücklich der Ausschussvorsitzende Werner Degler (SPD).Es gab und gibt bei der Thematik „Wohnen und Leben im Alter“ keinen Zeitdruck. alle gesetzten Terminprobleme sind hausgemacht. Die nun endlich allen Hasselrother zugängliche Bekanntmachung vom 11. September mit der Verlängerung der Abgabefrist bis 20.09. wird ausdrücklich begrüßt. Ohne das Ergebnis der Befragung abzuwarten, wissen ja mittlerweile alle, dass es für die CDU und Bürgermeister Scharf nur das sogenannte „Betreute Wohnen“ als einzige Lösung gibt. Eine Fragebogenaktion, die bei der Auswertung eventuell zu einem anderen Ergebnis kommt, stört da natürlich. Ebenfalls geklärt werden muss im Rahmen eines nachfolgenden Interessenbekundungsverfahrens, ob die Hanauer Martin- Luther-Stiftung tatsächlich der einzige Interessent an der Verwertung des vorgehaltenen Grundstücks ist.
Sicher kann der Fragebogen in der Zeit von 10 Minuten, wie von Bürgermeister Scharf mal eben behauptet, ausgefüllt werden. Dies wird der dort angesprochen Problematik nicht gerecht. Die von der SPD/FDP Fraktion initiierte Befragung soll natürlich auch ein Denkanstoß sein, um über die eigene Lebenssituation nachzudenken. Letztendlich geht es darum, eine Lösung zu finden, die den Anforderungen des demographischen Wandels und den Ansprüchen und Interessen der Hasselrother Einwohner gerecht wird, so formuliert Sozialausschussvorsitzender Werner Degler die Vorgabe der Befragung. Die Hasselrother SPD wird auch weiterhin mit dieser Zielsetzung die praktische Umsetzung von entsprechenden Angeboten vorantreiben.
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