Am letzten Tag im Oktober trafen sich die Hasselrother Christdemokraten zu ihrer alljährlichen Mitgliederversammlung im Deutschen Haus.
Am letzten Tag im Oktober trafen sich die Hasselrother Christdemokraten zu ihrer alljährlichen Mitgliederversammlung im Deutschen Haus.
Neben Katja Leikerts Rückblick auf ihr erstes Jahr in Berlin und Hugo Kleins Bericht über aktuelle Themen in Wiesbaden, stand die diesjährige Arbeit der Christdemokraten und vor allem die Zukunft Hasselroths im Mittelpunkt.
Hugo Klein machte den Beginn mit seinem Bericht aus Wiesbaden, der unter anderem die Neuordnung des Kommunalen Finanzausgleiches, Asylpolitik und die Kinderbetreuung als Themen umfasste. Besonderes Augenmerk legte Klein auf die Bahnüberführung in Niedermittlau und die bereits 40 Jahre andauernde Planung einer Umgehungsstraße Hasselroth. So lobte er die Idee der CDU Hasselroth durch ein Lärmschutzgutachten neue Argumente für eine Umgehung zu sammeln, doch verwies ebenso darauf, dass man vermutlich zunächst einen neuen Antrag auf Bau der Umgehungsstraße stellen müsse. Andreas Wicklein und Willi Dietz berichteten daraufhin von dem Runden Tisch, bei dem das Thema Umgehung von Freigerichter und Hasselrother Politikern diskutiert wurde. „ Bei manch einem der Freigerichter Kollegen hatte man das Gefühl, dass sie die verschiedenen Schritte, die zu einem Planfeststellungsverfahren gehören, nicht ganz verstanden haben.“, berichtete Wicklein und fügte hinzu: „Ich hatte aber das Gefühl, dass am Mittwoch vielleicht doch einige wachgerüttelt wurden.“
Im Anschluss blickte Katja Leikert auf ihr erstes Jahr als Bundestagsabgeordnete zurück. „ Es ist schon erstaunlich, man trifft immer noch neue Gesichter im Bundestag, selbst aus den eigenen Reihen“, erzählt Leikert mit einem Schmunzeln. Die junge Mutter zeigte sich überaus zufrieden mit der Durchsetzung von Themen, wie beispielsweise der Mütterrente, die eine Lücke in der Leistungsgerechtigkeit schließe oder der „schwarzen Null“, da sie der Generationengerechtigkeit diene. Als Mitglied im Gesundheitspolitischen Ausschuss standen natürlich auch Themen, wie das vor allem ländlich auftretende Problem der Ärzteversorgung und die Neuordnung der Pflegeversicherung, die den „größten Pflegedienst der Nation, nämlich die Familien“ entlasten solle, auf ihrer Agenda. Sascha Gourdet knüpfte an diesen Punkt an und berichtete von der Planung einer Pflegeeinrichtung in Hasselroth und dem Vorantreiben dieses Projektes durch die CDU Fraktion. „Momentan befindet sich das Projekt in der rechtlichen Prüfung, nach deren Abschluss wird es ein Interessenbekundungsverfahren geben. Wir Christdemokraten werben bereits seit langem für ein Betreutes Wohnen und hoffen, dass diese Form der Pflege den Schwerpunkt der Einrichtung bilden wird, da dies von den Hasselrother Bürgerinnen und Bürgern in einer Umfrage eindeutig favorisiert wurde.“, so Gourdet.
Weitergehend ging Gourdet erneut auf das Dauerthema Umgehungsstraße ein, indem er die Notwendigkeit einer Entlastung der Hasselrother Bürgerinnen und Bürgern herausstellte. Um diesen Aspekt zu verdeutlichen und einen neuen Anlauf für eine Umgehung zu starten, habe die CDU Fraktion einen Antrag auf Durchführung von Lärmberechnungen gestellt. „Im Koalitionsvertrag von CDU und Grüne heißt es, dass beim Neubau von Umgehungsstraßen der Lärmschutz entscheidend ist. Wir brauchen nun gerichtsfeste Berechnungen, vor denen niemand mehr die Augen verschließen kann.“, stellte Gourdet die Wichtigkeit dieses Antrags heraus.
Der Vorsitzende der CDU Hasselroth, Andreas Wicklein, blickte gemeinsam mit den Mitgliedern auf die Arbeit des vergangen Jahres zurück. Neben einigen Diensten auf Vereinsfesten und einem Ausflug nach Bamberg, stand vor allem die Zukunft Hasselroths im Mittelpunkt. „Wir haben die für uns wichtigsten Themen zusammengetragen und haben im Hinblick auf die Kommunalwahl 2016 begonnen Konzepte zu erarbeiten, die wir den Hasselrother Bürgerinnen und Bürgern präsentieren können. Wir wollen zeigen, für was die CDU Hasselroth steht und welche Visionen wir für unsere Heimatgemeinde haben.“, erklärte Wicklein. Neben der Ausweisung von Baugebiet, dem Hochwasserschutz und der Frage nach einem gemeinsamen Ortspolizeibezirk, stünde auch das Thema „Erneuerbare Energien“ auf der Liste der Christdemokraten. „Ganz oben auf unserer Agenda stehen die Umgehungsstraße und die Seniorenbetreuung, da diese Punkte maßgeblich die Zukunft Hasselroths bestimmen werden. Nur so kann es gelingen unsere Ortskerne am Leben zu erhalten.“, fügte Wicklein hinzu. Insbesondere gelte es laut Wicklein, den Bürgerwillen in diesen Fragen zu berücksichtigen. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Politik gestalten, deshalb werden wir regelmäßig offene Bürgerrunden stattfinden lassen, um uns mit deren Kritik und Ideen direkt auseinanderzusetzen. Die Termine hierzu wird man unter anderem in unseren 3 neuen Schaukästen einsehen können“, so Wicklein abschließend.
Foto: Die Mitglieder und Gäste lauschen gespannt den Worten von Andreas Wicklein (Vorsitzender) und Sascha Gourdet (Fraktionsvorsitzender).
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