Nachdem die „Interessengemeinschaft Umgehung Hasselroth“ in der vergangenen Woche den Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier in einem Brief um Unterstützung bei der Umsetzung von Lärmminderungsmaßnahmen für die Ortsdurchfahrten in der Gemeinde gebeten hat, haben sich jetzt der Bundestagsabgeordnete Dr. Sascha Raabe (SPD) und der Landtagsabgeordnete Hugo Klein (CDU) dazu zu Wort gemeldet.
Beide hatten wie auch andere heimische Spitzenpolitiker eine Kopie des Briefes erhalten, der neben Bouffier auch an Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) und dessen Staatssekretär Mathias Samson (Grüne) gerichtet war. Letztere hatten zuvor bei ähnlichen Anfragen die Gemeinde und die Interessengemeinschaft vertröstet und eine Neuplanung einer Umgehungsstraße für Hasselroth bereits mehrfach abgelehnt.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Raabe hat laut eigenen Angaben nun selbst auch ein Schreiben an Bouffier und Al-Wazir geschickt und darin seine Unterstützung der Forderungen aus Hasselroth zum Ausdruck gebracht. „Die Verkehrs- und Lärmbelastung in Hasselroth ist unzumutbar. Die Landesregierung ist gefordert, schnell Abhilfe zu schaffen“, will er den Druck damit offenbar noch einmal erhöhen. Schließlich sei zu befürchten, so Raabe weiter, dass die Belastung insbesondere nach der Fertigstellung des Bahnüberganges Niedermittlau künftig sogar noch zunehme. „Es ist eine Grenze erreicht. Wenn der Verkehr, vor allem auch der LKW-Verkehr, noch weiter zunimmt, ist das nicht nur eine Frage des Lärms, sondern auch der Sicherheit. Die Brummis müssen raus aus Hasselroth“, erklärt Raabe. An die Landesregierung appelliert er daher in seinem Brief eindringlich, Hasselroth kurzfristig durch konkrete Maßnahmen zur Verkehrs- und Lärmminderung zu entlasten. Dauerhaft, so heißt es in dem Schreiben, könne eine Lösung aber nur in einer Ortsumgehung liegen. Die Planungen dafür sollten schnellstmöglich vorangetrieben werden.
Harsche Kritik musste sich unlängst der CDU-Landtagsabgeordnete Hugo Klein gefallen lassen, dem sowohl von Bürgermeister Uwe Scharf als auch von der Interessengemeinschaft Untätigkeit in Sachen Umgehungsstraße und Lärmminderung in den vergangenen Monaten vorgeworfen worden war. Darauf hatte der Freigerichter bereits reagiert und seine Unterstützung bei den weiteren Bemühungen zugesagt, was er nach Erhalt einer Kopie des Schreibens an Bouffier und Co jetzt nochmals erneuerte. „Gerne komme ich ihrer Bitte um Unterstützung – ungeachtet einiger zwischenzeitlich erschienener irritierender Presseverlautbarungen - wie auch bereits in der Vergangenheit uneingeschränkt nach und werde nach der Sommerpause erneut das Gespräch mit den Verantwortlichen in Wiesbaden suchen“, will er bei den entscheidenden Personen der Landesregierung nun erneut persönlich vorstellig werden.
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