Umgehungsstraße wird wohl doch zum Wahlkampfthema

Hasselroth

Drei Kandidaten waren es bislang, seit dieser Woche sind es nun vier: Nachdem Hans-Peter Noll (parteilos) am Mittwoch seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in Hasselroth am 28. Oktober bekannt gegeben hat (wir berichteten), wird die Umgehungsstraße im Wahlkampf möglicherweise eine größere Rolle spielen als gedacht. Zumindest Noll wird versuchen, dieses Thema des Öfteren in den Mittelpunkt zu stellen - bislang ist es nämlich sein einziges.

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Für eine Diskussion über eine Verkehrsentlastung für die Hasselrother Ortsteile fühlen sich aber auch die anderen Kandidaten gut gerüstet.

„Für mich bleibt das Bemühen um die Realisierung einer Ortsumgehung für Hasselroth auch weiterhin auf der Agenda – und das nicht erst seit dem ich erneut kandidieren will. Insoweit muss ich das Bemühen darum nicht erst extra zu einem Wahlprogramm für mich machen“, stellt Amtsinhaber Uwe Scharf seinen Standpunkt klar. Für die Umgehungsstraße hätten sich über viele Jahrzehnte hinweg Politiker jedweder Farbe eingesetzt. Und in diesem großen Zeitraum sei das Verkehrsaufkommen nicht gesunken, sondern gestiegen. „Rein faktisch liegt hierin die Notwendigkeit einer Verkehrsentlastung begründet. Eine Entlastung wiederum ist nur zu erreichen, wenn man den Hauptverkehr aus den Ortschaften und den Durchgangsstraßen heraushält. Wohin also mit den Autos und den LKW, wenn es gar keine Alternative gibt?“, fragt Scharf.

Er sei nicht erst seit dem er Bürgermeister in Hasselroth ist für eine Umgehungsstraße. „Und ich sehe meine Haltung, mit den von der Gemeindevertretung und den Gremien mitformulierten Änderungsvorschlägen und konkreten Einwendungen zum Planwerk bestätigt. In allen Phasen in denen ich beteiligt war, auch in den jeweiligen Behördengesprächen habe ich eine Vielzahl der vorgebrachten Änderungsvorschläge, hier im Besonderen das fehlende Tunnelbauwerk am Niedermittlauer Kreisel und den Hochwasserschutz in diesem Zusammenhang gegenüber den Landesbehörden dargestellt und angemahnt. Und ich war froh, dass wir endlich in einem Offenlegungsverfahren waren, bei denen alle Bürgerinnen und Bürger Beteiligung finden konnten“, erklärt Scharf, der als parteiloser Kandidat für seine Wiederwahl wirbt.

Als einen Baustein in der Arbeit eines Bürgermeisters oder einer Bürgermeisterin bezeichnet Uta Böckel die Umgehungsstraße. Das Thema habe einen ursächlichen Zusammenhang zu anderen wichtigen Themen wie beispielsweise die Nutzbarkeit der Grundstücke in den Durchfahrtsstraßen auch in 10 oder 20 Jahren. „Zur Aktualität muss man den Bürgerinnen und Bürgern ehrlicherweise folgendes sagen: nach Aussage der zuständigen Behörde sind im Zuge des Anhörungsverfahrens zur Umgehungsstraße neben den Stellungnahmen der beteiligten Behörden mehr als 950 Schriftsätze beim Regierungspräsidium Darmstadt eingegangen, 1800 Personen haben Einwendungen abgegeben. Nach Prüfung dieser Stellungnahmen durch Hessen Mobil folgt das Anhörungsverfahren. Dass dies nicht jetzt und sofort erfolgen kann, das ist Realität, auch wenn man versucht, das anders darzustellen“, erklärt die SPD-Kandidatin. Ob dies in der kommenden Amtszeit konkret werde, könne niemand sagen. „Wir sprechen hier von vielen Monaten, wenn nicht gar von Jahren, was selbst Hessen Mobil und der RP so darstellen. Übrigens hatte jeder die Möglichkeit, seine Einwendungen abzugeben, auch der neue Kandidat. Wir sollten uns mit allen in Hasselroth anstehenden Themen beschäftigen, genau das was ich seit Jahren mache und auch weiter tun werde“, so Böckel.

Die Umgehungsstraße sei ein wichtiges Thema, da es die Bürger sehr bewege – „mich eingeschlossen“, erklärt der FDP-Bürgermeisterkandidat Behrad Farhan. Aus diesem Grund habe er unter anderem die Unterschriften für den Erhalt der Unterführung in Niedermittlau gesammelt. „Und von Anfang an bin ich für die Umgehungsstraße eingetreten, um die Ortsteile zu entlasten. Wie sich der Wahlkampf entwickelt, wird die Zeit zeigen. Da ich in jungen Jahren für die Freiheit und Demokratie gekämpft habe, betrachte ich die Kandidatur für das Bürgermeisteramt als eine Möglichkeit, in der Gemeinde etwas zu bewegen. Sicher ist diese Möglichkeit für jeden Bürger offen. Letztendlich werden die Bürger bestimmen, was ihnen am wichtigsten ist, wenn sie am 28. Oktober ihre Stimme abgeben“, so Farhan.

Noch ist die Bewerbungsfrist für die Bürgermeisterwahl in Hasselroth übrigens nicht abgelaufen. Wer kandidieren will, muss die dafür nötigen Unterlagen spätestens am 23. August im Rathaus abgeben.


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