Umgehungsstraße: Staatssekretär gibt Hasselroth einen Korb

Hasselroth

Der Sankt Nimmerleinstag scheint beim Thema „Umgehungsstraße Hasselroth“ längst erreicht und dennoch wird am 10. Oktober ein weiterer Versuch unternommen, eine Verkehrsentlastung vor allem für die Ortsdurchfahrt Gondsroth zu erreichen.

Evonik

Dann findet im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen das vom Kreisbeigeordneten Matthias Zach (Grüne) auf einer Bauausschusssitzung in Hasselroth Ende Juli angekündigte und jetzt initiierte Gespräch mit Vertretern des Hessischen Verkehrsministeriums statt. Der zuständige Staatssekretär Mathias Samson (Grüne) wird allerdings nicht wie erwartet erscheinen. Und somit könnte auch dieser kleine Hoffnungsschimmer für eine Verkehrsentlastung in Hasselroth schon ganz schnell wieder verflogen sein…

„Die Gemeinde Hasselroth ist bereit, diesen Dialog zu führen“, machte Bürgermeister Uwe Scharf (parteilos) allerdings keinen Hehl daraus, dass er nach der Ankündigung von Zach fest mit dem Erscheinen von Samson gerechnet habe. Schließlich sei es fraglich, ob die beiden anvisierten Referatsleiter tatsächlich auch verbindliche Aussagen treffen könnten. Die erwarten die ebenfalls eingeladenen Bauausschussmitglieder der Hasselrother Gemeindevertretung sowie die Fraktionsvorsitzenden allerdings. Auch die „Interessengemeinschaft Umgehungsstraße Hasselroth“ soll mit am Tisch sitzen, ebenso die Industrie- und Handelskammer sowie Vertreter aus der Nachbargemeinde Freigericht.

Dass allerdings ohne die Anwesenheit von Samson tatsächlich verbindliche Ergebnisse erzielt werden, stellt auch der Vorsitzende der Hasselrother Gemeindevertretung, Hubertus Peter (SPD), in Frage. „Ich erwarte, dass ein zumindest langfristiges Szenario aufgebaut wird und wir einen Schritt weiterkommen“, würde alles andere auch den Gondsrother Bürgerinnen und Bürger, um deren vielbefahrene Durchgangsstraße es in dem Gespräch hauptsächlich gehen soll, nicht erklärbar sein.

„Ich verleihe der Hoffnung Ausdruck, dass trotz fehlender Teilnahme von politischen Vertretern hier von diesen in der Folge ein entsprechendes, positives Signal kommt. Gleichwohl finde ich die Nicht-Teilnahme von Herrn Samson bedauerlich“, fasst Bürgermeister Scharf auf der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag noch einmal die Hasselrother Sicht zusammen und schilderte zugleich, wie er sich die Informationen über die Teilnehmerliste erst „erarbeiten“ musste. Aus der aus dem Büro des Kreisbeigeordneten Zach verschickten Einladung sei nämlich zunächst gar nicht ersichtlich gewesen, wer alles zu dem Gespräch in Gelnhausen erscheine. Erst auf Nachfrage sei ihm das schließlich mitgeteilt worden. Der Bauausschussvorsitzende Torsten Rösch (CDU) unterdessen gab zu, schon nach der Sitzung Ende Juli mit Zach und den heimischen Landtagsabgeordneten skeptisch gewesen zu sein: „Das war an dem Abend schon fraglich, wie das ausgeht.“


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