VdK steht für Fachkompetenz im Sozialrecht

Neuenhaßlau

„Was macht eigentlich der VdK“, heißt der Titel des Vortrages den Helmut Müller, Vorsitzender des VdK Ortsverbandes Neuenhaßlau-Gondsroth, der auch Referent der Ehrenamtsakademie des VdK Landesverbandes Hessen-Thüringen und Bildungsbeauftragter des VdK Bezirksverbandes Frankfurt am Main ist, am Freitag, 23. Oktober 2015 in der der Vereinsgaststätte „Zum Deutschen Haus“ in Neuenhaßlau, hielt.

Morgenpost

vdkinfomuellHelmut Müller hat die Ursprünge des Sozialberbandes VdK in den Gründerjahren der Bundesrepublik Deutschland erklärt und den Wandel zu einem modernen Sozialverband, der sich als Dienstleiter, nicht nur für seine Mitglieder, versteht, beleuchtet. Zunächst hat er das Kürzel VdK aufgelöst. Diese Dreibuchstabenlösung war nach dem 2. Weltkrieg sehr populär und sie bedeutet: Verband der Körperbehinderten. Später wurde noch das Wort „Sozialverband“ vorangestellt und so heißt er heute: Sozialverband VdK.

Seit mehr als 65 Jahren setzt sich der Sozialverband VdK erfolgreich für die Interessen seiner Mitglieder ein. Mehr als 250.000 Menschen sind schon Mitglied im VdK Hessen-Thüringen, in ganz Deutschland sind es 1,7 Millionen - und es werden täglich mehr. Das hat gute Gründe: Parteipolitisch, religiös und weltanschaulich unabhängig, leistet der VdK wertvolle Hilfe in allen Fragen rund um Gesundheit, Behinderung, Rente und Pflege. Ein über ganz Hessen und Thüringen gespanntes Netz von Anlaufstellen mit Tausenden von ehrenamtlichen Helfern bietet den Mitgliedern Schutz und die Möglichkeit des zwischenmenschlichen Austauschs in einer lebendigen Gemeinschaft.

„Der VdK ist ein moderner Sozialverband, der den Menschen eine Menge zu bieten hat“, sagte Helmut Müller. „Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht zum Beispiel sind nur zwei kleine, aber wichtige Problemfelder, bei denen wir Betroffenen und Angehörigen sofort informativ weiterhelfen können.“ Zur Angebotspalette gehört auch eine Reihe spezieller sozialer Dienste: Sie reicht von der Hilfsmittel- und Wohnraumberatung über den Pflegedienst und die Patientenberatung bis zum Reisedienst.

Berühmt ist der VdK für seine hohe Fachkompetenz im Sozialrecht. „Wir beraten unsere Mitglieder in allen sozialrechtlichen Fragen und vertreten sie kostenlos gegenüber Behörden und vor den Sozialgerichten“, erklärte Helmut Müller. Ob es um die Anerkennung einer Behinderung geht oder um Reha-Maßnahmen, eine Erwerbsminderungsrente oder die Anerkennung einer Pflegestufe, um Grundsicherung oder Sozialhilfe – die VdK-Juristen stehen den Mitgliedern hilfreich zur Seite. Rund 10,6 Millionen Euro haben sie zum Beispiel 2014 für die VdK-Mitglieder in Hessen und Thüringen in erstritten. Die Verbandsjuristen wurden dafür in rund 16.800 Fällen aktiv, die meisten davon Klagen und Widersprüche vor den Sozialgerichten.

„Das beherrschende politische Thema im VdK ist die soziale Gerechtigkeit“, betonte Helmut Müller. „Mit unseren großen Protestkampagnen lenken wir immer wieder den Blick der Öffentlichkeit auf soziale Missstände wie die wachsende Armut und die Versäumnisse in der Pflege.“ In der VdK-Zeitung und in zahlreichen anderen kostenlosen Publikationen, auf der VdK-Website und dem eigenen Videoportal finden die Mitglieder eine Vielzahl von sozialpolitischen Informationen. "Wir sind der größte Sozialverband behinderter, chronisch kranker, älterer sowie sozial benachteiligter Menschen in Deutschland. Wir sind der Verband für Jung und Alt, der Generationen verbindet und Integration fördert. Wir sind eine freie Organisation, unabhängig von parteipolitischen, religiösen und weltanschaulichen Interessen. Wir sind ein moderner Dienstleister und bieten unseren Mitgliedern Schutz und Hilfe", betonte Müller und weiter:

"Wir sind Garant für soziale Gerechtigkeit und einen starken Sozialstaat, der Teilhabe und Chancengleichheit für alle Bürgerinnen und Bürger verwirklicht. Wir prägen die Sozial- und Gesellschaftspolitik in Bund, Ländern und Kommunen und stehen in ständigem Kontakt zu Politik, Verwaltung und anderen Organisationen mit sozialer Zielsetzung. Wir verschaffen sozialen Interessen Gehör durch Gesetzesinitiativen, Protest-Aktionen, öffentliche Stellungnahmen, Musterprozesse und Eingaben. Wir sind erfolgreich, weil wir bei allem, was wir tun, auch unsere persönliche Überzeugungskraft nutzen. Wir verhelfen als versierter Sozialanwalt unseren Mitgliedern zu ihrem Recht in allen sozialrechtlichen Streitigkeiten - notfalls durch alle Instanzen. Wir unterhalten flächendeckend Rechtschutzstellen, die mit erfahrenen Fachleuten besetzt sind. Wir stellen durch ständige Fort- und Weiterbildung eine qualifizierte Beratung und Vertretung mit hohen Erfolgsquoten sicher. Wir unterstützen die Vertrauenspersonen in Betrieben und Verwaltungen, die für die Interessen der schwerbehinderten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eintreten."

Für weitere Auskünfte bzw. Informationen über die Arbeit des Ortsverbandes steht der Vorsitzende unter Telefon: 0 60 55 - 21 62, Telefax: 0 60 55 - 9 12 16 15 und Mobil: 0170 - 5 72 62 77 oder unter E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zur Verfügung.

Foto: Helmut Müller (Mitte) und seine Vorstandskollegen Karl-Heinz Müller (links) sowie Edgar Ubrich (rechts).


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