„Große Teile von Niedermittlau liegen im Überschwemmungsgebiet des Birkigsbaches – eine Tatsache, die besonders Niedermittlauer bestens kennen und die sich ganz besonders im Bereich der Taunusstraße und den daran angrenzenden Gebieten auswirkt“, so Bauamtsleiter Matthias Rösch, der sich natürlich auch noch besonders an das Jahrhunderthochwasser von 1981 erinnern kann, da er seinerzeit auch schon bei der Gemeinde tätig war. In den vergangenen Jahren lag, nachdem eine Hochwasserschutzplanung durch die Gemeindevertretung in den 90er Jahren so nicht fortgesetzt wurde, der Fokus darauf, wie mit geringfügigen Maßnahmen größtmögliche Effekte zu erzielen wären.
„Bereits zu Beginn meiner Amtszeit hatte ich Anstrengungen unternommen, die renaturierte Fläche des Birkigsbaches auch verstärkter zum Hochwasserschutz nutzen zu können. Leider war dies aufgrund der baulichen Gegebenheiten des Überlaufbauwerkes so nicht mehr möglich, zumal die Maßnahme in den Vorjahren auch nur unter dem Aspekt der Renaturierung und nicht unter dem Aspekt des Hochwasserschutzes geplant und ausgeführt wurde. Gerade deshalb haben wir uns weiterhin verstärkt um eine Verbesserung bemüht und mit entsprechenden Untersuchungsergebnissen heute eine verlässlichere Aussage zu den Möglichkeiten des Einrichtens von Stauräumen erhalten.“, so Scharf.
Erst vor kurzem, in ihrer Sitzung vom 30.08.2012 hat die Gemeindevertretung Hasselroth der Fortführung der Untersuchungen per Beschluss zugestimmt und den Gemeindevorstand beauftragt die Detailplanung von zwei Hochwassermulden zu veranlassen und die dafür erforderlichen Gelder für 2013 einzuplanen. Dabei ist besonders daran gedacht die natürlichen Geländemulden durch entsprechende, kleinere Eingriffe für Einstauungen zu nutzen , wie z.B. den renaturierten Raum des Birkigsbaches nebst angrenzender Flächen, als auch vor Gondsroth den Bereich der Kirchellern durch geringfügige „Tieferlegung des Geländes“. Die letztgenannte Maßnahme hat natürlich nicht nur Auswirkung für Gondsroth, sondern auch für Neuenhaßlau. Für Niedermittlau wäre dabei ein Volumen größer als 33000 Kubikmeter und für Gondsroth ein Volumen von rund 4000 Kubikmetern möglich.
„Ich habe in allen Gesprächen mit dem Regierungspräsidium wohlwollende Signale für entsprechende Unterstützungen erhalten. Aus diesem Grund ist es wichtig in dieser Angelegenheit die Planungen weiter zügig und ohne Unterbrechung fortzuführen. Nur so können auch die entsprechenden baulichen Maßnahmen eingeschätzt und verlässlich beplant werden. Dazu werden wir natürlich Mittel des Landes benötigen und zu gegebener Zeit beantragen.“, so Bürgermeister Uwe Scharf abschließend.
Foto: Bauamtsleiter Rösch (re.) und Bürgermeister Scharf bei einem Vor –Ort - Termin am Rande der renaturierten Fläche Birkigsbach in Niedermittlau.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de