50 Jahre Erstes Hessische Jugendwaldheim - Kurt Seibert - Hasselroth

Niedermittlau

„Wir im ersten Hessischen Jugendwaldheim - Kurt Seibert - waren und sind Vorreiter und Multiplikator in der qualifizierten Umweltbildung.“ Darauf sind Jugendwaldheimleiter Andreas Schwan vom Forstamt Hanau-Wolfgang und der örtliche Trägerverein Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sichtlich stolz. Und stießen dabei auf offene Ohren der geladenen Festgemeinschaft aus circa 50 Personen, darunter Staatssekretär Daniel Köfer des HMLU, Vertreter des Main-Kinzig-Kreises, der Gemeinde Hasselroth, von HessenForst und weiteren Gästen.

Höfler Fenster

Jetzt wurde dieses einmalige Jubiläum ausgiebig gefeiert. Frei nach dem Motto von Konrad Lorenz: „Nur was wir kennen, das können wir lieben, nur was wir lieben, werden wir schützen.“ Haben bis heute mehr als 130.000 Kinder und Jugendliche in ein- und mehrtägigen Veranstaltungen das Jugendwaldheim besucht. In verschieden Waldpädagogischen Modulen werden den Kindern/Jugendlichen die Zusammenhänge der Natur altersgerecht und verständlich nähergebracht. Die Kinder dürfen „Natur begreifen“. Dabei reicht das Bildungsangebot von Kindergärten, über Grundschulen bis hin zur gymnasialen Oberstufe. „Gerade in der heutigen Zeit mit Klimawandel, Trockenheit, CO²Ausstoß und Reduktion, um nur einige Schlagworte zu nennen, ist die Arbeit mit den Kindern sehr wichtig.

Nun gilt es, das Jugendwaldheim Kurt-Seibert zukunftsfähig zu machen. Nach 50 Jahren sind Investitionen in Bausubstanz und Infrastruktur erforderlich. Der Umfang der institutionellen Förderung muss mit Kostensteigerungen und Modernisierungsbedarfen der heutigen Zeit Schritt halten. Ganz wichtig ist eine ausreichende Personalausstattung. Bei kleiner werdenden Klassen und größer werdendem Bürokratieaufwand eine Herausforderung, die schnell gelöst werden muss. Die gute Nachricht ist, dass dazu derzeit Abstimmungen mit dem hessischen Landwirtschaftsministerium laufen.

Wie alles begann...

Der Europarat erklärte das Jahr 1970 zum ersten „Europäischen Naturschutzjahr (ENJ), um der Bevölkerung Europas die Wichtigkeit des Nationalen und Internationalen Umweltschutzes und das Umweltbewusstsein zu wecken.

Kurt Seibert, der damalige Revierförster in Niedermittlau, war von dieser Aktion so begeistert, dass in Ihm der Gedanke wuchs, eine Naturschutz-Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche zu errichten. Mit über 3.000 Spendenschreiben – in der damaligen analogen Zeit eine außergewöhnliche Leistung - bundesweit an Behörden und Firmen wurde Spendengelder akquiriert und damit der Grundstockgelegt für das „Erste Hessische Jugendwaldheim -Kurt Seibert- gelegt. Im Jahr 1974 war es endlich soweit: Das Jugendwaldheim wurde feierlich eröffnet und in Betrieb genommen.

Und dort, im Mühlwald der Gemeinde Hasselroth, steht bis heute das kleine, aber so wichtige Blockhütten-Dorf. Es bietet Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 40 Kinder und deren Betreuer, ein Haupthaus mit Küche, ein offenes Klassenzimmer mit Feuerstelle und ein modernes Schulungsgebäude mit Dioramen heimischer Tierarten und einem großen Klassenraum.

Mehr Infos unter www.jugendwaldheim.eu

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