Jugendwaldheim: SPD informiert sich über Neuausrichtung

Niedermittlau

Seit September 2025 steht das Jugendwaldheim im Mühlwald in Hasselroth unter der Leitung von Stefanie Lenz – angestellt bei Hessenforst – ist sie die erste Frau in dieser Position seit Bestehen der Einrichtung.

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„Als Ingenieurin für Umweltschutz mit Schwerpunkt Land und Ressourcenmanagement und ausgebildete Natur- und Wildnis-Pädagogin ist mit mir erstmals eine Nichtförsterin mit der Leitung beauftragt“, berichtet Stefanie Lenz, der mit Annette Farhan eine engagierte Team-Assistenz zur Seite steht. Seit April vergangenen Jahres ist der neue Vorstand im Amt und seitdem hat sich viel bewegt: Einige Dächer wurden saniert und mit Solarzellen bestückt, eine Sanierung der Heizung war notwendig und ist erfolgt. Auch die digitale Infrastruktur wurde mit vielen Stunden ehrenamtlicher Arbeit auf Vordermann gebracht und der digitale „Jugendwaldheim-Bote“ wurde ins Leben gerufen.

„Im Vordergrund steht bei allem jedoch, das Jugendwaldheim zu einem lebendigen Naturerlebnisort weiterzuentwickeln und Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte für Naturerfahrung, Umweltschutz und verantwortungsbewusste Waldnutzung zu begeistern. Wir wollen den Mühlwald umbauen, haben bereits mehrere Baumpflanzaktionen durchgeführt und auch im laufenden Jahr steht einiges an. Gemeinsam mit unserem Träger, dem Bezirksverband der SDW (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald), der Gemeinde Hasselroth sowie in Kooperation mit Hessenforst ist die Aktion ‚1.000 Bäume für den Mühlwald‘ in Planung, die Außenanlage soll neugestaltet werden und eine Aktionsfläche mit Tipi, Holzhängematten, Relaxliegen etc. für unsere Gäste entstehen. Da unser Budget sehr begrenzt ist, freuen wir uns natürlich über Sponsoren, damit wir unsere Anlage attraktiv und zukunftsfähig gestalten können“, so Stefanie Lenz.

Die Bildungseinrichtung ist derzeit zu 80 Prozent ausgelastet, hauptsächlich mit Schulklassen der Jahrgangsstufen 3 und 4. In der Zeit von März bis November 2025 waren insgesamt 2.756 Teilnehmertage gebucht, von denen die Schülerinnen und Schüler den größten Anteil ausmachen. Da Waldpädagogik auf alle Altersklassen ausgerichtet werden könne, habe man sich zum Ziel gesetzt, künftig Kinder der Jahrgangsstufen 2 bis 7 für einen Zeitraum von jeweils drei bis fünf Tagen erreichen zu können. Bisher umfasst das Einzugsgebiet hauptsächlich die nähere Umgebung. Das soll sich bald ändern, denn die Akquise soll in einen größeren Radius ausgeweitet werden. „Anders als im Schullandheim, in dem zeitgleich mehrere Schulklassen gleichzeitig untergebracht sind, sind die Kinder hier unter sich, da immer nur eine Klasse, maximal noch eine Parallelklasse, vor Ort ist. Das sorgt für eine ruhige, geschützte Atmosphäre“, weiß Uta Böckel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion aus Hasselroth, deren Tochter vor vielen Jahren selbst im Jugendwaldheim war. „Den Kindern, hier zumeist im Kindergarten- und Grundschulalter, die Natur und ihre Bedeutung für unser aller Leben bewusst zu machen, ist eine der wichtigsten Aufgaben unseres Bildungssystems. Dabei ist es im praktischen Erleben für die Kinder allerdings auch eine der schönsten Erfahrungen, die sie machen können“, so der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Klaus Schejna.

„Im Laufe des Märzes stellen wir einen Antrag auf BNE-Zertifizierung (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und bereits jetzt können Lehrkräfte den Besuch bei uns anhand verschiedener Module, wie beispielsweise ‚Klima und Wald‘, ‚Soko Wald – Den Tieren auf der Spur‘ und anderen in den Schulunterricht einfließen lassen. Darüber hinaus bieten wir in diesem Jahr Ferienprogramme in den Sommerferien an und haben eine neue Hasselrother Waldjugend ‚Waldläufer‘ gegründet, für alle Kinder, die in ihrer Freizeit gerne im Wald sind. Nähere Infos zu allen Projekten sind sowohl für Pädagogen als auch für Kinder, Jugendliche und deren Eltern auf unserer neuen Webseite www.jugendwaldheim-hasselroth.de zu finden“, informiert Lenz abschließend.

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