„Das Erste Hessische Jugendwaldheim gilt über Landesgrenzen hinaus als beispielhaft“, sagte Umweltdezernentin Susanne Simmler und zeigte sich begeistert als sie vor einigen Tagen zu Besuch im Jugendwaldheim war.
„Das Erste Hessische Jugendwaldheim gilt über Landesgrenzen hinaus als beispielhaft“, sagte Umweltdezernentin Susanne Simmler und zeigte sich begeistert als sie vor einigen Tagen zu Besuch im Jugendwaldheim war.
Sie überreichte einen Zuschuss des Main-Kinzig-Kreises in Höhe von 8.000 Euro an die Vertreter der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald als Träger des Jugendwaldheims und sicherte auch für die Zukunft weitere Unterstützung zu. Das Erste Hessische Jugendwaldheim „Kurt Seibert“ feierte kürzlich 40-jähriges Bestehen und hat sich Umweltbildung und Umwelterziehung auf die Fahnen geschrieben. Unter der Leitung von Fritz Dänner, seiner Stellvertreterin Ulrike Nees und Försterin Lucia Trabert bietet die Einrichtung vielfältige Programme. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können durch ein altersgerechtes und didaktisch ausgearbeitetes Programm den Wald und die Natur in ihrer Vielfalt, aber auch in ihrer Empfindlichkeit und Gefährdung unmittelbar erleben.
Dabei steht aktives Handeln im Vordergrund, um im Umgang mit Pflanzen, Tieren, Boden, Steinen und Wasser eigene Erfahrungen sowie Natur- und Artenkenntnisse zu sammeln. „So lernen bereits Vorschulkinder mühelos Tier- und Pflanzennamen, aber auch einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur kennen und einfache biologische Zusammenhänge zu durchschauen“, berichtete Ulrike Nees. Jährlich besuchen weit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen und Kindergartenkinder das Jugendwaldheim. „Wald erleben und Natur verstehen“ ist das Motto des Jugendwaldheimes in Hasselroth. Die Einrichtung bietet Programme zu den Themen „Walderlebniswelt“ und „Wasserwerkstatt“ an. Im Schul- und Lehrwald mit Amphibienschutzteich und Freilandlabor lernen die jungen Gäste, Tiere, Boden, Wasser und Luft zu hören, riechen und zu fühlen. Sie beginnen mit geschärften Sinnen zu beobachten, Abläufe und Zusammenhänge zu begreifen.
Eine wichtige Erfahrung ist dabei auch, eine Arbeit über mehrere Tage gemeinsam zu Ende zu bringen. Einige Arbeiten sind jahreszeitentypisch. Im Frühjahr, wenn überall das frische Grün sprießt, ist die Zeit der Pflanzungen. Im Sommer werden z.B. von Borkenkäfern befallene Bäume entrindet. Im Herbst können Baumsamen für die Baumschule gesammelt werden. Das ganze Jahr über werden Waldbestände, Waldränder und Biotope gepflegt sowie Hochsitze gebaut.
Die Idee, in Hasselroth- Niedermittlau ein Jugendwaldheim zu errichten, hatte der damalige Revierförster Kurt Seibert. Das erste europäische Naturschutzjahr 1970 nutzte er, um die mehr oder weniger stark naturentfremdete Jugend aus dem industriellen Ballungsraum des Rhein – Main – Gebietes, auf die Bedeutung des Waldes als wichtigsten Umweltfaktor aufmerksam zu machen und ein Jugendwaldheim der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald – Kreisverband Gelnhausen zu gründen.
In den vergangenen Jahren wurde investiert, modernisiert und somit Voraussetzungen für eine moderne Waldpädagogik geschaffen. „Das Jugendwaldheim in Niedermittlau ist in der heutigen Zeit für Kinder und Jugendliche, die Natur kaum noch unmittelbar erleben, von besonderer Bedeutung“, sagte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler zum Abschluss ihres Besuches.
Foto: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler überreichte einen Scheck in Höhe von 8.000 Euro.
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