„Geldsparen mit neuer Umwälzpumpe für die Heizung“

Langenselbold

Im monatlichen Wechsel präsentiert die „Hessische Energiespar-Aktion“ (HESA) im Rathaus der Stadt Langenselbold, Schlossplatz 2, 63505 Langenselbold thematische Schwerpunkte zur Gebäudesanierung.

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Themenschwerpunkt in den kommenden Wochen bis Ende Juni: „Austausch alter Heizungsumwälzpumpen“. Für interessierte Bürgerinnen und Bürger liegt umfangreiches Informationsmaterial zur kostenlosen Mitnahme im Rathaus-Foyer bereit. Ein weiteres Angebot der „Hessischen Energiespar-Aktion“ sind die kostenlosen „Bürgersprechstunden Energie“ im Rathaus Langenselbold, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen Themenbereichen der Energieeinsparung wie Heiztechnik, Wärmedämmung, Warmwasserbereitung, Schimmelbildung in Wohngebäuden, Fördermöglichkeiten oder Wirtschaftlichkeit beraten lassen können.

Die nächsten Termine finden im Rathaus Langenselbold, Zimmer 1, am 29. Mai und am 26. Juni statt. Termine mit einer Beratungsdauer von je einer Stunde können jeweils für 14.00 Uhr, 15.00 Uhr, 16.00 Uhr oder 17.00 Uhr im Bürgerbüro unter den Telefonnummern 06184/802-60-63 bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vereinbart werden. Für eine individuelle Beratung teilen Sie bitte grob das Beratungsthema mit. Die Energieberatung führt der HESA-Regionalpartner und Energieberater Marco Lachmann durch.

Alte Heizungsumwälzpumpen sind stille Dauerläufer und ihr Stromverbrauch wird deshalb unterschätzt: Umwälzpumpen in der Heizungsanlage sorgen für die Wasserzirkulation durch Rohre in unsere Heizkörper und Wasserhähne. In der Heizperiode laufen alte Pumpen 24 Stunden am Tag, was sich im Jahr auf mehr als 5.000 Betriebsstunden summiert. Für Einfamilienhäuser sind 3 bis 20 Watt elektrische Leistung meist ausreichend, wo heute noch Pumpen mit einer Leistung von 60 bis 130 Watt arbeiten.

„Die Einsparung durch den Einbau einer neuen Stromsparpumpe liegt pro Einfamilienhaus bei 300 bis 400 kWh im Jahr. Das sind 1.600 Euro an Energiekosten (bei einem Kilowattstundenpreis von 0,28 Euro) über die fünfzehnjährige Lebensdauer. Eine neue Pumpe kostet 200 bis 400 Euro. Sie macht sich über ihre Lebensdauer also mehr als doppelt bezahlt“, sagt Klaus Fey von der „Hessischen Energiespar-Aktion“. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass z.B. bei „Wandhängenden“ Heizungsthermen die Pumpen fest eingebaut sind und in der Regel nicht ausgetauscht werden können. Genaueres erfahren Sie beim Heizungsinstallateur Ihrer Wahl.

Die HESA weist auf das Förderprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ auf den Einbau effizienter Pumpen und die Optimierung der Heizungsanlage hin. Bezuschusst wird der Austausch von Umwälz- und Warmwasserzirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen in bestehenden Heizungssystemen sowie der hydraulische Abgleich der Wassermengen in den Heizkörpern einer Anlage. Eine Produktliste aller förderfähigen Pumpen findet sich unter www.bafa.de. Beide Maßnahmen können einzeln oder gemeinsam ausgeführt werden. Zusätzlich werden die Installation von Einzelraumtemperaturreglern und voreinstellbaren Thermostatventilen gefördert.

„Hausbesitzer profitieren von staatlichen Fördergeldern in Höhe von bis zu 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Dabei ist zu beachten, dass die Fördersumme anhand des Netto-Rechnungsbetrags berechnet wird – also ohne Mehrwertsteuer. Das entspricht 25 Prozent auf den Rechnungsbetrag inkl. Mehrwertsteuer, da Privatpersonen nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind“, so Fey weiter.

Die Antragstellung erfolgt auf einem Formular der BAFA unter www.bafa.de. Anträge können von Privatpersonen, durch Unternehmen, freiberuflich Tätige, Kommunen u. a. gestellt werden. Die Registrierung erfolgt vor der Bestellung der Pumpe oder Handwerkerbeauftragung. Nach der Bestätigung mit persönlicher Vorgangsnummer kann der Fachhandwerker loslegen. Fachbetriebssuche unter www.shk-hessen.de. Eine separate Rechnung ist für die Maßnahme erforderlich. Alle Nachweise sind innerhalb von 6 Monaten nach Registrierung einzureichen. Einzelheiten können der neuen Richtlinie „Förderung der Heizungsoptimierung durch hocheffiziente Pumpen und hydraulischen Abgleich“ entnommen werden, die auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unter http://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2016/20160801-energieeffizienz-heizungskeller-neue-foerderprogramme-heizungsoptimierung.html eingestellt ist. Weitere Informationen zu Energieeffizienz und Energieeinsparung im Haushalt bietet die HESA-Homepage unter www.energiesparaktion.de, über die auch www.energieland.hessen.de, die „Energieseite“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie der „Förderkompass Hessen“ zu erreichen ist.

Die „Hessische Energiespar-Aktion“ ist ein Projekt des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung.

Foto (von links): Axel Planiczky (Bauamtsleiter), Bürgermeister Jörg Muth, Klaus Fey (HESA) und Marco Lachmann (HESA-Regionalpartner und Energieberater).


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