Hundeattacke am Kinzigsee: 59-Jährige schwer verletzt

Langenselbold
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Den 6. August 2019 wird Brigitte Haase nie wieder vergessen: Frühmorgens ging sie am Kinzigsee in Langenselbold Gassi, als ein Schäferhund erst ihren Vierbeiner und dann sie selbst anfiel. Seitdem wird sie stationär im Klinikum Hanau behandelt, musste bereits mehrfach operiert werden. Der offensichtlich aggressive Hund soll sich unterdessen weiterhin rund um den Kinzigsee rumtreiben.

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Die Schilderungen der 59-Jährigen klingen dramatisch: Wie fast täglich war sie gegen 6.15 Uhr mit ihrem Hund auf ihrer morgendlichen Runde unterwegs. Von der Stadt lief sie über die Autobahnbrücke in Richtung Kinzigsee, bog dann links ab, um wie immer über die Kinzigseestraße und den Fahrradweg zurück in die Stadt zu laufen. Ihren Hund führte sie wie gewohnt an der Langlaufleine. „Auf einmal kam etwas aus Richtung eines kleinen Waldstückes nahe des Ruhlsees angeschossen“, sei ein Schäferhund über eine Wiese schnurstracks auf ihren Vierbeiner zugerannt und habe sich sofort festgebissen. Die 59-Jährige wollte ihrem Hund helfen, wurde aber auch gleich in die Hand gebissen. Danach stürzte sich der Schäferhund auf die Langenselbolderin, biss ihr in die Wade und verletzte sie vermutlich mit den Pfoten auch am anderen Bein. Nur mit einem festen Schlag auf den Kopf konnte sie sich befreien. „Danach hat er sich einmal geschüttelt und ist weggerannt“, schleppte sich Brigitte Haase anschließend nach Hause. Wenig später fand sie sich im Klinikum Hanau wieder, auch ihr Hund musste in einer Tierklinik behandelt werden.

Während der Vierbeiner den Angriff inzwischen gut überstanden hat, liegt die 59-Jährige immer noch im Krankenhaus. Zunächst wurde eine Infektion in ihrem Bein entdeckt, dann auch noch ein Keim. Fünf Mal mussten die Ärzte mittlerweile operativ eingreifen, eine Wade wurde inzwischen bis auf den Knochen freigelegt. In den nächsten zehn Tagen ist jetzt noch eine Therapie mit Antibiotika geplant. „Hoffentlich kann ich dann wieder nach Hause“, hat der Hundeangriff mittlerweile auch erhebliche finanzielle Konsequenzen für sie. Ihre Gaststätte „Casablanca“ in Langenselbold musste sie zunächst schließen, inzwischen hat sie zumindest für die Wochenenden eine Aushilfe gefunden. „Aber natürlich muss ich alles vom Krankenhaus aus organisieren“, will sie nun möglichst bald wieder zurück in ihre Gaststätte.

Den Hundebiss hat sie direkt einen Tag später beim Ordnungsamt der Stadt Langenselbold angezeigt, von dort allerdings bislang noch keine Informationen, ob der Hund gefunden wurde. Besucher im Krankenhaus erzählten ihr vielmehr, dass der aggressive Vierbeiner auch danach des Öfteren rund um den Kinzigsee gesehen wurde. Bei dem Tier soll es sich um einen schwarzen, altdeutschen, langhaarigen Schäferhund mit braunem Fell im Brustbereich handeln. „Natürlich würde ich gerne wissen, wer der Halter dieses Hundes ist“, hofft Brigitte Haase nun mit der Veröffentlichung ihres schlimmen Erlebnisses vom 6. August, dass sich der Fall aufklären lässt.

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