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Im Rahmen seiner Sommertour ging der SPD Landtagsabgeordnete Christoph Degen dieser und weiteren Fragen zusammen mit Bürgermeister Timo Greul (SPD), Ortslandwirt Horst Betz und Landwirt Klaus Fuchs nach.

350 Bullen und Rinder stehen zur Mast auf dem Linneshof von Horst Betz. Seit 1962 besteht der landwirtschaftliche Betrieb, damals waren kleinere Betriebe eher die Norm, als die Ausnahme. Heute sei das anders, wie Betz berichtet. „Viele Betreiber kleinerer landwirtschaftlicher Höfe haben Zukunftsangst, die Anzahl der Betriebe hat in den letzten Jahren stark abgenommen.“ Dabei seien gerade die kleinen Betriebe wichtig für die Sicherung der Ernährung der Bevölkerung. Damit auch der Generationenwechsel klappt, bräuchten die landwirtschaftliche Betriebe eine Perspektive.

Auf Degens Frage, welche Maßnahmen die Landwirtschaft unterstützen würden, nannte Betz ein Bespiel aus Nordrhein-Westfalen. Hier erhalten Landwirte eine Prämie von 200 Euro pro Tier, dass auf Stroh gehalten wird. Aus seiner Sicht machen höhere Preise für Fleisch wenig Sinn, wenn aus fernen Ländern der Preis unterboten wird. Gerade Kampfpreise auf dem Lebensmittelmarkt machten es den Betrieben schwer, in größere Ställe und neue Technik zu investieren. Oft fehle es einfach an Planungssicherheit und die Landwirte hätten das volle Risiko zu tragen. Auch die Düngeverordnung und die Folgen für die Landwirtschaft standen zur Diskussion. So gäbe es viele Ursachen für Umweltbelastungen, wie Insektensterben und verunreinigtes Wasser. Hier werde von allen Seiten ein Beitrag geleistet, nur den Landwirten den schwarzen Peter zuzuschieben sei nicht der richtige Weg.

Einig waren sich alle Beteiligten bei der Stärkung der Regionalität. „Es ist ein Vorteil zu wissen, wo das Produkt herkommt. Das gelingt durch regionale Erzeugung und Vermarktung“, so Degen. „Zudem bedeute Regionalität, dass die Wege kurz sind und damit auch weniger Emissionen durch den Transport entsteht.“ Tiere seien nun mal keine Sache und dürfen nicht mit Industrieprodukten verglichen werden, daher sollten auch für sie keine langen Transportwege anfallen. Degen sprach sich dafür aus, regional einzukaufen und die Landwirte vor Ort zu unterstützen. Statt die Agrarindustrie zu subventionieren müsste mehr in Familienbetriebe investiert werden, die etwas für Umweltschutz und das Wohl ihrer Tiere tun. Doch um die regionale Vermarkung zu sichern, seien noch zahlreiche Kraftanstrengungen nötig. Hier sind die Erwartungen an Land und Bund hoch. „Wichtig ist, dass wir nicht von wenigen industriell betriebenen Firmen abhängig sind, bei denen es nur noch um Massenabfertigung geht und die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe unter die Räder kommen“, so Degen. Um weitere Lösungen zu besprechen, ist ein weiteres Treffen in Wiesbaden geplant.

Wie kann die Situation landwirtschaftlicher Betriebe in Hessen verbessert werden? Darüber sprachen (von links) Landwirt Klaus Fuchs, SPD Landtagsabgeordneter Christoph Degen, Ortslandwirt Horst Betz und Bürgermeister Timo Greul.

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