Biotopverbund an der Kinzig gepflegt

Langenselbold
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Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie pflegt die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung (GNA) zurzeit Biotope und Tümpel in den Kinzigauen von Langenselbold bis Hasselroth.

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Schon mehr als zehn Biotope sind in den vergangenen Tagen in ihren Ursprungszustand versetzt worden. Weitere sollen folgen.

„Ein Biotopverbund ist ein Netz aus Einzelbiotopen, das das Überleben von bedrohten Arten in der landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft sichern soll. Funktionsfähig ist ein Biotopverbund dann, wenn die zwischen gleichartigen Lebensräumen liegende Fläche für Organismen überwindbar ist, so dass ein Austausch von Individuen möglich ist.“, erläutert Susanne Hufmann, Biologin und Vorsitzende der GNA die Hintergründe für die umfangreichen Pflegemaßnahmen. „Der vor vielen Jahren von der GNA geschaffene Biotopverbund an der Kinzig ist entscheidend für das Überleben vieler Tierarten, die auf Überschwemmungstümpel und Laichhabitate in der Aue angewiesen sind. Dazu zählen wiesenbrütende Vogelarten wie Kiebitz und Bekassine ebenso wie seltene Libellenarten, Teichmolche, Gras- und Grünfrösche, Erdkröten und die gesamte Bandbreite an Wasserorganismen.“

Im besonderen Fokus der Naturschützer steht aber der Europäische Laubfrosch (Hyla arborea), der laut Roter Liste der Amphibien und Reptilien in Hessen stark gefährdet ist. Erst mit Schaffung vieler Tümpel und Flutmulden ist es gelungen, den Bestand an der Kinzig zu sichern. Hufmann rechnet im nächsten Frühjahr mit einer verstärkten Rückkehr des Laubfrosches, denn die Zahlen gingen in den letzten Jahren aufgrund der starken Verbuschung und Verlandung seiner Laichhabitate zurück. „In die Jahre gekommenen Biotope“ müssen etwa alle zehn bis fünfzehn Jahre gepflegt werden. Die GNA achtet darauf, dass Maßnahmenumsetzungen besonders vorsichtig und mosaikartig erfolgen, so dass auch für andere Bewohner der Auen wie Feldhasen und andere Kleinsäuger sowie Singvögel wie Teich- und Schilfrohrsänger genügend Deckung und Brutmöglichkeiten erhalten bleiben. So sind auch diesmal wieder sehr bewusst einige ebenfalls pflegebedürftige Trittsteinbiotope vorerst ausgelassen worden.

Habitatoptimierungen sind auch zukünftig erforderlich, denn Laubfroschbestände lassen sich heutzutage nur noch durch kontinuierliche Artenschutzarbeit erhalten. In Landkreisen, in denen über mehrere Jahre Aktivitäten ausblieben, ist ein Großteil der Vorkommen erloschen. „Dies gilt es im Main-Kinzig-Kreis unbedingt zu verhindern.“, so Hufmann abschließend.

Die Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung bittet zur Unterstützung ihrer wichtigen Naturschutzprojekte um Spenden auf das Konto IBAN: DE 75 5066 3699 0001 0708 00 bei der Raiffeisenbank Rodenbach (BIC: GENODEF1RDB). Als gemeinnützige Naturschutzorganisation ist die GNA berechtigt, Spendenbescheinigungen für das Finanzamt auszustellen. Mehr Informationen: www.gna-aue.de.

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