"Wir verstehen ja, dass man sich über Unkraut im Pflaster ärgern kann, immerhin ist es ja auch der Muth-Gedächtniskreisel", reagiert die SPD auf eine Pressemitteilung der CDU zum Stadttorkreisel.
Da sitze der Schmerz vielleicht besonders tief, wenn dort nicht nur Beton glänze: "Aber lasst uns die Kirche im Dorf und die Kosten im Blick behalten: Von 'mehreren zehntausend Euro' kann keine Rede sein. Die Entsiegelung des Kreisels ist eine überschaubare Maßnahme und sie spart langfristig sogar Geld, weil weniger Pflasterfugen von 'unkontrolliertem Unkraut' befreit werden müssen. Zudem hat das Wetter der vergangenen Wochen das Unkrautwachstum zusätzlich stark begünstigt, und in der aktuellen Urlaubszeit ist der ohnehin stark ausgelastete Bauhof besonders gefordert. In dieser Situation den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine schlechte Arbeit zu unterstellen, ist nichts anderes als eine unsachliche Form des Wahlkampfes. Das weisen wir entschieden zurück, denn wir sind der Überzeugung: Die städtischen Beschäftigten leisten insgesamt hervorragende Arbeit und dafür verdienen sie Anerkennung statt populistische Kritik."
Darüber hinaus seien solche Entsiegelungen kein „Experiment“, sondern eine notwendige Antwort auf den Klimawandel: "Versiegelte Flächen heizen unsere Stadt im Sommer auf, verhindern das Versickern von Regenwasser und nehmen Insekten und Pflanzen jeden Lebensraum. Ein entsiegelter, blühender Kreisel verbessert das Mikroklima, fördert die Artenvielfalt und macht Langenselbold widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Zukunft. Genau solche Projekte machen eine Stadt lebenswerter, jenseits von reiner Pflasterpflege. Wir finden: Wer die Zukunft gestalten will, braucht unter anderem auch mehr Gespür für Klima, Natur, Mitarbeitende und Stadtentwicklung."
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