Aus der neuesten Informationsbroschüre „Bauen und Wohnen“ des Regionalverbandes Frankfurt Rhein Main geht hervor, dass der Wohnungsbestand in Langenselbold von 2010 bis 2014 um 217 Wohneinheiten gewachsen ist, so Bürgermeister Jörg Muth (CDU).
Im Jahr 2009 hatte Langenselbold einen Wohnungsbestand von 6.298 Wohneinheiten und bis Ende 2014 stieg die Zahl auf 6.515. Dieses Wachstum resultiert hauptsächlich aus der Bereitstellung von Baugrundstücken in den Neubaugebieten „Niedertal II“ und der „Gründauaue“. Durchschnittlich stehen jedem Einwohner 48,5 m² Wohnfläche zur Verfügung. Für diese rege Bautätigkeit wurden insgesamt 268 Baugenehmigungen vom Main-Kinzig-Kreis ausgestellt.
Im gleichen Zeitraum ist die Einwohnerzahl von Langenselbold von 13.358 um 285 (2,1 %) auf 13.643 Personen angestiegen. Dieses Bevölkerungswachstum resultiert überwiegend aus dem Zuzug nach Langenselbold. Die Stadt liegt verkehrstechnisch optimal, an zwei Bundesautobahnen sowie an der Schienenachse erster Ordnung „Frankfurt – Fulda“ mit einem Bahnhof und bietet sehr gute Infrastruktureinrichtungen für den täglichen Bedarf, Ärzte, soziale Versorgung und attraktive Freizeitmöglichkeiten, berichtet Bürgermeister Muth stolz. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist, wie fast überall im Regionalverband, negativ. Das heißt die Sterbefälle übersteigen die Geburtenrate und beeinflussen somit das absolute Bevölkerungswachstum. Ein neuer Trend ist nach Ansicht des Rathauschefs ebenfalls zu erkennen, der sowohl deutschlandweit als auch in der Region immer deutlicher wird, die erhöhte Bauintensität in Großstädten bei gleichzeitigem Rückgang in ländlichen Gebieten.
Auch im Verbandsgebiet bestätigt sich die Tendenz zur Urbanisierung. Entfielen im Jahr 2000 noch 70 % der Baugenehmigungen für Wohnungen auf die Kommunen außerhalb von Frankfurt, Offenbach und Hanau, so ist dieser Wert bis zum Jahr 2014 auf 45 % zurückgegangen. Auf Grund erheblicher Bevölkerungsgewinne im Kern des Ballungsraumes sowie der aktuellen Zinspolitik, die sich positiv auf die Investitionen im Immobilienbereich auswirkt, stieg zuletzt gerade in Frankfurt und dem nahe gelegenen Umland, hierzu zählt auch die Stadt Langenselbold, die Nachfrage nach Bauland für den Neubau sowie nach bereits bestehenden Wohnimmobilien. Diese festgestellten Tendenzen zeigen auch anhand der großen Bewerberzahl für das geplante Neubaugebiet „Im Niedertal III“ ihre Auswirkungen für Langenselbold. In diesem Neubaugebiet sollen nach Auffassung des Bürgermeisters ca. 120 Baugrundstücke für ca. 600 Neubürger zur Verfügung gestellt werden. Nach Auffassung von Bürgermeister Muth soll das Bauland nach Rechtskraft des Bebauungsplanes sowie der Umlegung und nach Erstellung der Erschließung bis Mitte 2017 zur Verfügung stehen.
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