"Fast 20.000 Menschen haben in den letzten Tagen allein in Hanau bei Trauermärschen, Kundgebungen und Mahnwachen ein Zeichen des Zusammenhalts gezeigt", zieht Oberbürgermeister Claus Kaminsky Bilanz aus dem vergangenen Wochenende. "Die Stadtgesellschaft hat eindrucksvoll ihre Solidarität und Anteilnahme dokumentiert", so der OB weiter. Alle Zusammenkünfte seien dem tragischen Anlass angemessen friedlich verlaufen. Kaminsky widerspricht in diesem Zusammenhang explizit der Bewertung des Attentats als fremdenfeindlichen Akt. "Die Opfer waren keine Fremden. Sie waren Teil unserer Stadtgesellschaft."

Kaminsky, der in den letzten Tagen jede Möglichkeit genutzt hat, um Angehörige der Opfer zu besuchen, verspricht, dass es eine zentrale Trauerfeier der Stadt für die Opfer des Attentats geben wird. Diese werde derzeit in Abstimmung mit den Angehörigen sowie den Bundes- und Landesbehörden vorbereitet. Nach wie vor gelte die Prämisse, dass die Bedürfnisse und Nöte der Angehörigen der Ermordeten und der Verletzten Priorität für städtisches Handel habe.

In diesem Zusammenhang weist der OB darauf hin, dass die städtischen Opferbeauftragten Dr. Maria Haas-Weber und Dr. Silke Hoffmann-Bär auch als Ansprechpartnerinnen für all jene zur Verfügung stehen, die beispielsweise als Augenzeugen der Geschehnisse besonderen psychischen Belastungen ausgesetzt sind. Die Kontaktaufnahme ist weiterhin über das Bürgertelefon unter der Rufnummer 06181/277570 oder per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Orkantief Sabine hat in der Nacht zum Montag auf der Landesstraße zwischen Oberrodenbach und Hof Trages deutliche Spuren hinterlassen. Mehrere große Bäume konnten den starken Sturmböen nicht standhalten und sind auf die Fahrbahn gekracht. Auf die Mitarbeiter von Hessen Forst wartet nun viel Arbeit.

Die Landesstraße wurde noch in der Nacht von den Feuerwehren in Rodenbach und Freigericht gesperrt. An schnelle Aufräumarbeiten war angesichts des Ausmaßes nicht zu rechnen. Zudem besteht die Gefahr, dass angesichts der anhaltenden Böen weitere Bäume oder Äste auf die Straße fallen.

Beschädigt wurde auch die Leitplanke an mehreren Stellen, die die Landesstraße vom Radweg abgrenzt. Auch dieser ist auf der Verbindung zwischen den Kommunen Rodenbach und Freigericht aktuell nicht passierbar. Laut Rodenbachs Bürgermeister Klaus Schejna (SPD) soll am Mittwoch mit der Beseitigung der Bäume auf der Straße zwischen Oberrodenbach und Hof Trages begonnen werden. Die Strecke kann somit frühestens am Donnerstag wieder freigegeben werden.

Großer Jubel bei der SPD in Langenselbold: Timo Greuel wird neuer Bürgermeister und tritt damit die Nachfolge von Jörg Muth (CDU) an. In der Stichwahl am 2. Februar 2020 kam der derzeitige 1. Stadtrat auf 67,75 Prozent und setzte sich damit deutlich gegen Tobias Dillmann (CDU) durch, der auf 32,25 Prozent kam.

11.153 Bürgerinnen und Bürger waren in Langenselbold zur Wahl aufgerufen. 5.212 machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch, gültig waren 5.120 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag demzufolge bei 46,73 Prozent.

 

Mit lauter Disco-Musik wurde am Freitagabend vor dem Bürgertreff in Kilianstädten gegen eine Veranstaltung der Partei „Alternative für Deutschland“ (AFD) protestiert. Circa 150 Bürgerinnen und Bürger bildeten zum Schluss eine Menschenkette um das Gebäude, in dem sich ungefähr ebenso viele Besucher zum Neujahrsempfang der AfD versammelt hatten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, Zwischenfälle wurden bislang keine gemeldet.

Michael Jackson schallte aus den lauten Lautsprecherboxen auf dem Parkplatz des Bürgertreffs, wo sich die Demonstranten zunächst zu einer Kundgebung versammelt hatten. Zu den Rednern gehörten Robert Weißenbrunner von der IG Metall und der Kreistagsabgeordnete Tobias Huth (DIE LINKE), hauptberuflich DGB-Gewerkschaftssekretär. Die AfD hatte bereits vor circa 15 Monaten das Bürgerhaus in Kilianstädten für eine Wahlkampfveranstaltung angemietet, der Protest damals war laut Angaben von Beteiligten damals deutlich größer.

Redner auf dem Neujahrsempfang waren die beiden AfD-Bundestagsabgeordneten Mariana Harder-Kühnel und Dr. Gottfried Curio sowie die FPÖ-Bundespolitikerin Dr. Susanne Fürst aus Österreich.

Timo Greuel (SPD) hat bei der Bürgermeisterwahl in Langenselbold am 19. Januar 2020 die meisten Stimmen erzielt. Der Erste Stadtrat kam auf 47,07 Prozent der Wählerstimmen und verpasste damit die nötige 50 Prozent-Marke für einen Wahlsieg im ersten Durchgang nur knapp. Am 2. Februar 2020 geht er nun als klarer Favorit in die Stichwahl gegen Tobias Dillmann (CDU), der auf 30,2 Prozent kam. Einen Achtungserfolg erzielte der unabhängige Bewerber Axel Häsler, auf den 17,98 Prozent der Stimmen entfielen. Der ebenfalls parteilose Kandidat Manfred Kapp erhielt 4,72 Prozent. Von 11.153 Wahlberechtigten in Langenselbold gingen 5.826 Wählerinnen und Wähler an die Urnen, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 54,24 Prozent.

 

In Langenselbold haben sich Landwirte am Freitag, 17. Januar 2020, an bundesweiten Protesten beteiligt. Auf einem Acker wurde ein großes Mahnfeuer angezündet, zahlreiche Bauern waren mit ihren Traktoren samt Transparenten gekommen und machten so ihrem Unmut über die aktuelle Agrar- und Umweltpolitik in Deutschland und Europa Luft.

Mit über 60 Traktoren sind Landwirte aus dem Main-Kinzig-Kreis am Sonntag nach Langenselbold gekommen und haben für eine bessere Klimapolitik protestiert. Anlass war der Auftritt von Ministerpräsident Volker Bouffier beim CDU-Neujahresempfang im Rahmen des Bürgermeisterwahlkampfes von Tobias Dillmann. Vor Beginn der Veranstaltung im Stucksaal des Langenselbolder Schlosses stellte sich Bouffier der Diskussion mit den Landwirten.

Dabei wurde deutlich: Der Ärger über die aktuelle Umwelt- und Agrarpolitik ist groß, die Bauern fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt. Bouffier kündigte an, sich bei einem Gespräch Anfang Februar mit den Sprecher der Landwirtschafts-Verbänden intensive mit dem Thema zu befassen und nach Lösungen zu suchen.

Was war das wieder für ein Jahr: Die VORSPRUNG-Redaktion blickt auf ereignisreiche zwölf Monate zurück, der Main-Kinzig-Kreis hat uns im Jahr 2019 wieder ordentlich auf Trab gehalten. Und wir sind uns sicher: 2020 wird nicht minder aufregend.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei immer mehr Leserinnen und Lesern für das Vertrauen und wünschen allen einen Guten Rutsch!

Ein musikalischer Flashmob zog am Samstag, 21. Dezember 2019, durch die Hanauer Innenstadt. Um 12 Uhr begannen die Straßenmusiker am Forum Hanau, am Abend wurde in der Library Hanau weitergefeiert. Ab 20 Uhr gab's dort Livemusik von Hautevolee Hanau, TheCompanions und Banjoory - Reggaestyles and more.

Der Erlös der gesamten Veranstaltung ging an den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Hanau.

 

Zum ersten Mal wurde am 20. September 2019 auch in Gelnhausen für eine bessere Klimapolitik demonstriert. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“, schallte es unter anderem durch die Gassen der Barbarossastadt. Zum Protestmarsch aufgerufen hatte eine neugegründete Fridays-for-Future-Bewegung in Gelnhausen, unterstützt wurde sie von einer ebenfalls erst vor wenigen Wochen ins Leben gerufenen örtlichen People-for-Future-Gruppe.

Ein Demonstrationszug mit über 200 Teilnehmern zog am Samstag durch Wächtersbach. Nach den Schüssen auf einen Familienvater aus Eritrea am Montag zuvor hatte unter anderem die „Antifa Kollektiv 69“ aus Frankfurt den Aufzug angemeldet. Die meisten Teilnehmer waren mit dem Zug angereist.

Die Demonstration begann gegen 14.30 Uhr zunächst mit Redebeiträgen am Bahnhof, anschließend zogen die Teilnehmer durch die Innenstadt. Ziel war auch die Industriestraße in Wächtersbach, dort wurde am Montag der 26-jährige Mann aus Eritrea mit einem Bauchschuss lebensgefährlich verletzt. Dank schneller Hilfe und einer Notoperation überlebte er. Der Schütze, ein 55-jähriger Mann aus dem benachbarten Biebergemünd, tötete sich knapp drei Stunden später in seinem Auto mit einem Schuss in den Kopf.

"Wir sagen: es reicht! Schluss mit Naziterror!“, lautete das Motto der Demonstration. Beim Täter ist laut Polizeiangaben von einem rassistischen Motiv auszugehen. Er wählte demnach das Opfer aufgrund seiner dunklen Hautfarbe aus. Die Schlachtrufe während der Antifa-Demo richteten sich somit unter anderem auch gegen rechte Gewalt.

Begleitet wurde der Anti-Aufzug von einem größeren Polizeiaufgebot, Zwischenfälle wurden keine gemeldet. In Wächtersbach kam es auf der Zugstrecke zu kleineren Verkehrsbehinderungen.

Am Donnerstagabend (12. Juli 2019) wurde von Anwohnern im Bereich von Linsengericht-Altenhaßlau eine Geruchsbelästigung wahrgenommen. Zunächst rückte die örtliche Feuerwehr aus, nach einer Stichworterhöhung wurde ein Großaufgebot von Rettungskräften hinzugezogen. Als Einsatzort wurde der Gewerbepark an der Lagerhausstraße in Gelnhausen-Hailer lokalisiert, die Ursache für den Geruch konnte allerdings nicht festgestellt werden.

Vier Mitarbeiter einer Spedition wurden am Freitag, 5. Juli 2019, bei einem Chemie-Unfall im Gewerbegebiet Erlensee-Langendiebach unweit des Autohofes verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen trat aus einem Fass eine ätzende Flüssigkeit aus.

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