Schönes Wetter, beste Stimmung und ein kämpferischer Landrat

Linsengericht
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Den Tag der Arbeit“ verbrachte der SPD-Ortsverein Linsengericht traditionell am Wegekreuz am Hufeisen.

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Dank des sonnigen Wetters genossen Gäste und Freunde einen entspannten Tag, informierten sich an den Ständen des Europateams des Unterbezirks Main-Kinzig, der IG Bergbau, Chemie, Energie (BCE) sowie des ACE. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hans Jürgen Wolfenstädter begrüßte unter den Besuchern Landrat Thorsten Stolz (SPD), seinen Vorgänger im Amt, Erich Pipa (SPD), ein „langjähriger Stammgast“, SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Müller, den SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Lotz, Kreistagsabgeordnete Erika Becker (SPD), die Europabeauftragte des Unterbezirks, Yasmin Schilling (SPD), sowie „den wohl meisten bekannten“ Linsengerichter, Rathauschef Albert Ungermann (SPD).

Landrat Stolz sprach beim „Tag der Arbeit“ nicht nur von einem Feiertag im herkömmlichen Sinne, sondern von einem Tag, „der für zeitlose Werte wie Solidarität, Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität steht“. Stolz sprach vielen Linsengerichtern aus dem Herzen, als er von den bislang erfolglosen Bemühungen von Kreis und Gemeinde für den Erhalt der einzigen im Main-Kinzig-Kreis und hessischen Spessart noch verbliebenen Jugendherberge in Geislitz berichtete. Der Eigner, das Deutsche Jugendherbergswerk, habe viele Jahre nichts investiert, um die Einrichtung auf einen modernen Standard zu bringen.

Nun scheitere der Erhalt an 200.000 Euro, die das DJHW für die Sanierung verweigere, obwohl Kreis und Gemeinde bereit gewesen seien, 1 Million Euro selbst zu investieren. Empört zeigte sich Stolz über die Verweigerung der hessischen Landesregierung, Kreis und Gemeinde zu unterstützen: „Wir können das nicht final entscheiden, doch wir werden die Flinte nicht ins Korn werfen und bleiben am Ball.“

Dass sich der Kampf um bessere Lebensverhältnisse und ein sicheres Lebensumfeld in der Vergangenheit gelohnt hat und beispielhaft für die Herausforderungen in der Zukunft stehe, macht Stolz am Beispiel der Einführung der 5-Tage-Woche und der Durchsetzung des Mindestlohns – „die größte Leistung der letzten Legislaturperiode“ – fest. Und auch, wenn er als Landrat von einem „starken, lebens- und liebenswerten Landkreis“ sprechen könne, der wirtschaftlich sehr gut da stehe, ein attraktiver Wohnstandort sei, sich der ländliche Raum sehr gut entwickele, zahlreiche Firmenerweiterungen stattgefunden haben und in manchen Regionen nahezu Vollbeschäftigung bestehe, erinnerte Stolz an Unternehmen im Kreisgebiet, in denen aktuell um viele Arbeitsplätze gekämpft werden müsse. Er nannte hier Dunlop mit 600 gefährdeten Arbeitsplätzen, die Firma Thermo-Fischer mit 680 unsicheren Arbeitsstellen sowie Veritas Gelnhausen mit einem drohenden Abbau von 360 Stellen. Stolz: „Das sind rund 1000 Menschen mit ihren Familien, für die sich unsere Betriebsräte stark machen und die unsere Solidarität brauchen.“

Verbunden mit einem klaren Bekenntnis zu Europa appellierte Landrat Stolz schließlich an seine Zuhörer: „Nutzen Sie Ihr Wahlrecht und wählen Sie die Parteien, die ein starkes Europa wollen.“ Es stehe „viel auf dem Spiel“, der Brexit beispielweise bringen niemandem etwas. „Die uns das eingebrockt haben, soll der Teufel holen. Ausbaden werden das unsere Arbeitnehmer. Hoffentlich gibt es hier noch ein Umdenken.“

Die Europäische Union habe „Riesenerrungenschaften“ vorgebracht wie etwa freie Grenzen und einen freien Wirtschaftsraum oder auch das freie Studieren, wie es etwa das Austauschprogramm ERASMUS rund 92.000 jungen Menschen ermögliche. Und auch für den Main-Kinzig-Kreis sei ein starkes Europa existenziell. 60 Prozent der hier produzierten Waren gingen in den Export; ein gemeinsamer Binnenmarkt stärke bei uns überdurchschnittlich Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Besonders am 1. Mai sollten sich die Menschen daran erinnern, so der Landrat, dass wir seit 70 Jahren in Frieden und Freundschaft leben und viele herzliche Partnerschaften ganz besonders zu Frankreich und unseren Partnerkommunen geknüpft hätten. „Die EU ist ein wichtiges Pflänzchen, das man hegen und pflegen muss. Sie garantiert uns Frieden und Freiheit. Daher lohnt es sich, für den europäischen Gedanken zu kämpfen, miteinander und nicht gegeneinander“, schloss Landrat Thorsten Stolz seine kämpferische Rede zum 1. Mai auf dem Hufeisen.

Musikalisch unterhalten von dem Ensemble „Die Linser“, bei Gegrilltem und der altbewährten Linsensuppe feierten der SPD-Ortsverein Linsengericht und seine Gäste bei vielen Gesprächen einen sonnigen 1. Mai bis in den Nachmittag hinein.

Foto: Erlebten beim „Tag der Arbeit“ des SPD-Ortsvereins Linsengericht auf dem Hufeisen einen kämpferischen Landrat Thorsten Stolz: Ortsvereinsvorsitzender Hans Jürgen Wolfenstädter (2. Von links), Mitstreiter und Gäste.

Foto: Auf der 1. Mai-Feier am Hufeisen freute sich der SPD-Ortsverein Linsengericht über zahlreiche Besucher, die das sonnige Wetter nutzten, um ein paar entspannte Stunden unter freiem Himmel zu genießen.

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