Wilde Besteiger zu Besuch im Naturpark Texelgruppe

Linsengericht
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Die Linsengerichter Wandergruppe „Wilde Besteiger“ war auch in diesem Jahr fast nicht zu bremsen.

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Wanderführer Braune und seine sieben Vasallen hatten sich zum Ziel gesetzt, auf einer insgesamt dreitägigen Tour ein gutes Stück des Meraner Höhenwegs zurückzulegen. Nach langer Planungszeit war es am Nachmittag des 11. September endlich soweit. Voll besetzt und mit ausreichend Proviant bestückt steuerte Fahrer Weitzel den Kleinbus in Richtung Meran. Während die Gipfel der Allgäuer Alpen sich in der rotglühenden Abendsonne abzeichneten, wuchs die Vorfreude.

Nach einer Übernachtung im österreichischen Lermoos wurde die Fahrt am frühen Donnerstag Morgen fortgesetzt. Über Fernpass und Brennerautobahn war der Ausgangspunkt der Wanderung, Dorf Tirol, auf rund 600 m ü.d.M., gegen 11 Uhr erreicht. Die Auffahrt mit der Seilbahn zur Bergstation Hochmuth auf 1400 m ü.d.M. gelang der Gruppe routiniert. Mit Zwischenstopp an der Leiteralm ging es danach weiter zum ersten Etappenziel, dem Hochganghaus. Ein wolkenloser Himmel, kühle Getränke und die grandiose Aussicht über Meran und das angrenzende Val Venosta entschädigten für die Strapazen der ersten 5 km. Bei Zeiten ging es schließlich ins Bett, um ausgeruht am folgenden Tag in Richtung Stettiner Hütte aufbrechen zu können.

Rein planerisch hatte es die zweite Etappe in sich. Vom Hochganghaus auf 1800 m ü.d.M sollte es über die Lodner Hütte (2250 m ü.d.M) zur Stettiner Hütte auf 2875 m ü.d.M. gehen. Sechs Stunden Gehzeit, über 1000 Höhenmeter! In den frühen Morgenstunden machte sich die Gruppe pflichtbewusst auf den Weg. Dem Meraner Höhenweg folgend erreichten sie gegen 10 Uhr die Schutzhütte Nasereit. Fortan sollte es nur noch in eine Richtung gehen, nämlich bergauf. Fast beiläufig bemerkte dann die Hüttenwirtin, dass das Etappenziel, die Stettiner Hütte, wie zu dieser Jahreszeit üblich, witterungsbedingt nicht mehr zu erreichen sei. Die sich spontan aufdrängende Frage, ob in diesem Fall nicht von einem grundlegenden Planungsfehler die Rede sein müsse, wurde zugunsten der guten Stimmungslage nicht weiter thematisiert. Kurzerhand wurde umdisponiert und die Lodner Hütte, ursprünglich als Mittagsstation geplant, zum Etappenziel erklärt. Die verbleibende Strecke konnte demnach gemütlich angegangen werden. Es blieb sogar ausreichend Zeit für das ein oder andere erfrischende Bad im nahegelegenen Gebirgsbach.

Am nächsten Tag stand dann die Etappe von der Lodner Hütte zur Bockerhütte auf dem Programm. Zunächst ging es hinauf zum höchsten Punkt der Wanderung, auf das 2800 m ü.d.M. gelegene Halsljoch, vorbei an den Tablander Lacken. Nach dem Überschreiten von losen Felsblöcken auf der Rückseite des Tschigat erfolgte schließlich der gesicherte Abstieg über die Milchseescharte hinunter zu den Milchseen. Selbst der zwischenzeitliche Verlust einer Schuhsohle von Wanderkollege Geiger, welcher den restlichen Abstieg unbeeindruckt mit nur einem Schuh und einem Schlappen absolvierte, konnte die Gruppe nicht bremsen. Am frühen Nachmittag war die Oberkaser Alm erreicht. Bei bestem Wetter wurde bereits hier der Ausklang der diesjährigen Tour bei Meraner Rotwein und zünftigem Essen gebührend gefeiert. Der restliche Abstieg zur Bockerhütte verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Am letzten Tag wanderte die Gruppe von der Bockerhütte zurück zur Seilbahnstation Hochmuth. Wenn der unterwegs angetroffene Jagdverein an diesem Tag ohne Beute nach Hause zurückkehren musste, dann könnte dies mit einer spontanen Niesattacke von Wanderfreund Weitzel zusammenhängen. Dem verstörten Jagdhund wünschen wir an dieser Stelle alles Gute. Nach drei vollen Wandertagen bei bestem Wetter, zahlreicher zurückgelegter km Wegstrecke und Höhenmetern war der Ausgangspunkt der Tour, Dorf Tirol, wieder erreicht. Brav reihte sich die Wandergruppe mit ihrem Wagen in die Blechlawine auf der italienischen Brennerseite ein und rollte zufrieden in Richtung Heimat.

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