Spannende Erlebnisse zu Wasser und an Land

Linsengericht
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Auch wenn sich der Sommer so langsam dem Ende neigt: Für die Jungen und Mädchen die am Ferienprogramm des Fachbereichs Familien- und Jugendhilfen des Caritas-Verbandes teilgenommen haben, wird er sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben.

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Neben spannenden Ausflügen und kreativen Bastelangeboten an Land ging es dabei für elf mutige Entdeckerinnen und Entdecker auch wieder aufs Wasser: Bei einer sechstägigen Kanutour über die Mecklenburgische Seenplatte konnten sie viele neue Erfahrungen sammeln und in der Gruppe über sich hinaus wachsen.

Klettern in der Rhön, ein gemeinsamer Ausritt zu Pferde oder ein Picknick im Park mit anderen Familien zusammen: Rund 20 verschiedene Aktionen standen während der sechs Wochen für die Familien zur Auswahl. „Wir schauen immer, dass wir Angebote für Kinder und Jugendliche aber auch für die ganze Familie anbieten können“, erklärt Anne Zinkand. Eben einfach für jeden etwas. Das bunte Angebot erfreut sich dabei jedes Jahr großer Beliebtheit, wie die Familienhelferin erklärt. In diesem Jahr war es aber doch noch einmal eine ganz besondere Situation: „Wir haben sehr deutlich gespürt, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf die von uns betreuten Kinder und Familien hatte“, so Zinkand. Viele waren in dieser Zeit sehr isoliert, Gelegenheit, Gleichaltrige zu treffen und etwas in Gruppen zu unternehmen gab es kaum. „Aus diesem Grund war es uns sehr wichtig, den Familien trotz Corona ein umfangreiches Angebot in diesen Ferien zu bieten.“ Die Angebote waren für die Familien kostenlos und wurden sehr gut angenommen. Viele Aktivitäten waren schnell ausgebucht und sorgten für viel Spaß und Freude bei den Teilnehmer*innen.

Ein ganz besonderes Highlight im Programm war dabei sicherlich die große Kanu-Tour über die Mecklenburgische Seenplatte, an der insgesamt elf Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren teilnahmen. Bereits vor zwei Jahren haben die Familienhelfer Philipp Rott und Christoph Lehr-Bischoff den Bus gepackt und Schützlinge aus dem Bereich der Familienhilfe mit auf große Fahrt genommen. Nachdem die Kanu-Tour im vergangenen Jahr auf Grund der Corona-Pandemie ausfallen musste, war die Freude dieses Mal umso größer: „Wir waren sehr froh, dass das Ganze dieses Mal trotz Corona stattfinden konnte“, stellt Rott fest. Frisch negativ getestet ging es los. Dank der freundlichen Unterstützung des Autohauses Nix aus Wächtersbach, das den Familienhelfern für diese sechs Tage kostenlos ein zweites Fahrzeug zur Verfügung gestellt hat, konnte die Gruppe aufgeteilt mit reichlich Abstand auf große Fahrt gehen. Ein weiterer Dank geht an den Rewe-Markt Rainer Lapp, der die nötige Verpflegung für diese Fahrt gestiftet hat, sowie den Lions Club Main-Kinzig Interkontinental, die bereits vor der Pandemie 1.000 Euro für dieses Projekt gespendet hatten, die nun endlich auch zum Einsatz kamen.

Die Teilnehmer*innen der Freizeit kommen alle aus unterschiedlichen familiären Verhältnissen. Doch alle von ihnen haben individuelle Herausforderungen zu meistern, sei es in Familie, Schule oder sozialem Umfeld. Das macht auch ein Gruppenerlebnis wie die gemeinsame Kanu-Tour zu einem besonderen Erlebnis, wie Rott feststellt. So habe der starke Wind am ersten Tag beispielsweise für die ein oder andere Eskalation in Sachen Stimmung gesorgt, wie er sich mit einem kleinen Schmunzeln erinnert. „Am Ende haben sie es aber auch gegen den Wind durchgezogen und waren unheimlich stolz auf sich.“ Und genau um solche Erlebnisse ginge es bei dieser Ferienaktion: Gemeinsam etwas erleben, die eigenen Grenzen entdecken und mitunter auch überwinden. Ein Angebot, dass die Jungen und Mädchen gerne angenommen haben: „Sie haben das immer wieder getestet und gespürt, was es mit ihnen macht, Verantwortung zu übernehmen.“ Egal ob beim eigenständigen Zeltaufbau oder dem Versetzen der Kanus mit einem schweren alten Transportwagen: Die Erfolgserlebnisse, mit denen sie für ihren Einsatz belohnt wurden, werden ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben. „Das sind Erlebnisse, die diese Kinder und Jugendliche sonst nicht haben und von denen sie noch lange Jahre zehren werden“, ist Rott überzeugt. Egal ob feucht-fröhliches Kenter-Training, die von den Jugendlichen selbstgekochte Terrence-Hill-Pfanne oder die unzähligen Runden des Werwolf-Spiels: Es gibt viele schöne Momente, die die Teilnehmer*innen von ihrer Fahrt mit zurück gebracht haben. Die schönsten Andenken an diese Fahrt sind aber zweifellos das Selbstvertrauen und die Begeisterungsfähigkeit, die die Jugendlichen hierbei erleben durften. Und so gibt es für Rott auch nur ein mögliches Fazit zum pädagogischen Paddel-Spaß: „Wir wollen nächstes Jahr auf alle Fälle wieder fahren.“

Foto: Glitzerkugeln: Bei den abwechslungsreichen Bastelangeboten konnten die Jungen und Mädchen nach Herzenslust kreativ werden.

Foto: Beim Kenter-Training ging es lebhaft zur Sache.

Foto: Sechs Tage ging es für die Nachwuchs-Kanuten von Zeltplatz zu Zeltplatz über die Mecklenburgische Seenplatte.



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