Am 07. Jan. 1939 in Neu-Moletein in Tschechien geboren, kam er nach der Vertreibung 1946 nach Eidengesäß. In seiner neuen Heimat Eidengesäß engagierte sich Theo Ratzka sehr stark für das Allgemeinwohl. Eine Persönlichkeit, die die Gemeinde Linsengericht nicht nur in seiner Bürgermeisterzeit von 1987 - 2002 prägte. Seine kommunalpolitische Arbeit begann er 1968 – 1970 als Beigeordneter in Eidengesäß.

Mit der Zusammenführung der ehemals selbständigen Gemeinden Altenhaßlau, Eidengesäß, Geislitz, Großenhausen im Jahr 1970, Lützelhausen kam dann 1971 dazu, zur Großgemeinde Linsengericht fanden die kommunalpolitischen Aktivitäten seine Fortsetzung. Von 1972 – 1987 bekleidete er das Amt des Vorsitzenden der Gemeindevertretung Linsengerichts. Seine Sitzungsleitung war ruhig, unaufgeregt und auch in damals hitzigen Debatten stets souverän.

Von 1987 - 2002 war Theo Ratzka Bürgermeister der Gemeinde Linsengericht. Als Nachfolger von Hubert Breidenbach, der schwierige Anfangsjahre der neuen Kommune zu bewältigen hatte, gelang es ihm die Großgemeinde weiterzuentwickeln. Theo Ratzka als Bürgermeister war für viele wichtige Entscheidungen verantwortlich und mit seiner Dynamik Motor für viele in dieser Zeit umgesetzten Maßnahmen.

In allen Linsengerichter Ortsteilen wurde eine Infrastruktur geschaffen, die noch heute die Grundlage des Gemeinwesens Linsengericht darstellt. Mit dem Bau von Straßen, Wasser- und Abwasserleitungen, Bürgerhäusern, Kindergärten, Friedhöfen, Sportplätzen, Feuerwehrgerätehäusern und der Entwicklung von neuen Baugebieten veränderte sich das Ortsbild aller Dörfer maßgeblich.

Aber auch nach seiner Amtszeit setzte Theo Ratzka Marksteine, die für Linsengericht immer erhalten bleiben werden. Sein Wirken beim Heimat- und Geschichtsverein von der Gründung 1987 bis heute u.a. als 1. Vorsitzender von 2008 - 2020, hat durch seine heimatgeschichtlichen Aufsätze und Beiträge bleibenden Charakter erhalten. Seine Verdienste würdigte der Heimat- und Geschichtsverein mit der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden.

Seine Schaffenskraft beschränkte sich nicht nur auf das kommunalpolitische Leben während seiner Bürgermeisterzeit und seiner Zeit in den gemeindlichen Gremien. Theo Ratzka war aktiver Spielmann beim Spielmannszug Eidengesäß. Auch beim Obst- und Gartenbauverein Eidengesäß packte er bei den Pflegearbeiten des Lehrgartens mit an.

Über 50 Jahre gehörte er der Bürgerliste/FWG Linsengericht an, deren Ehrenvorsitzender er auch war: "Theo Ratzka war auch nach seiner Bürgermeistertätigkeit ein Förderer und Impulsgeber des dörflichen Lebens. Er war in allen Linsengerichter Ortsteilen beliebt, sein Wirken für das Gemeinwohl wurde im gesamten Linsengericht anerkannt. Wir alle verlieren einen Freund, der an vielen Stellen eine schmerzliche Lücke hinterlässt", so der 1. Vorsitzende der Bürgerliste, Heinz Breitenbach.


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