„Modernisierung des Bahnhofs Gelnhausen mit durchgehender Personenunterführung sichern“

Linsengericht
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Der Bahnhof Gelnhausen hat für die Menschen im mittleren Kinzigtal eine zentrale Bedeutung.

Die Funktion als wichtiger Verkehrsknoten wird mit dem Ausbau der Strecken nach Hanau und Fulda noch einmal verstärkt, so dass eine umfassende Modernisierung der Anlagen parallel erfolgen soll. „Dabei kann die Unterführung auf der südlichen Seite nicht zur Diskussion stehen und die Finanzierung dieser wichtigen Infrastrukturmaßnahme muss kurzfristig gesichert werden“, erneuert Landrat Thorsten Stolz (SPD) die eindeutige Forderung des Main-Kinzig-Kreises und der Gemeinde Linsengericht.

Nach aktueller Darstellung der Deutschen Bahn werden die entsprechenden Planungen auch fortgeführt, aber die tatsächliche Umsetzung sei abhängig von der Finanzierung. Vorgesehen ist ein barrierefreier Zugang unter anderem zu den rund 120 Park & Ride-Plätzen auf südlicher Seite. Es werde jedoch erwartet, dass sich die Gemeinde Linsengericht mit 16 Millionen Euro beteiligt. Eine „abenteuerliche Vorstellung“, die Linsengerichts Bürgermeister Albert Ungermann (SPD) und Landrat Thorsten Stolz (SPD) in aller Deutlichkeit zurückweisen.

Ein derartiges Verfahren sei „komplett unrealistisch und passe angesichts der angestrebten Mobilitätswende nicht in die Zeit“, so die gemeinsame Erklärung. Zudem sei es völlig abwegig, dass eine Gemeinde wie Linsengericht eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 16 Millionen Euro stemmen könnte. Die grundsätzliche Forderung an die Deutsche Bahn lautet daher, die Anbindung für die Region südlich der Bahnlinie analog zum nördlichem Zugang gleichermaßen sicherzustellen.

In diesem Sinne hat sich Landrat Thorsten Stolz in enger Abstimmung mit Bürgermeister Albert Ungermann direkt an verschiedene Vertreter von Bund, Land und Deutscher Bahn gewandt, damit eine Finanzierung der geplanten neuen Unterführung gesichert und somit ein Zugang zu den Gleisen von beiden Seiten (Linsengericht und Gelnhausen) gewährleistet wird.

In seinem Schreiben verweist der Landrat darauf,  dass die Region seit Jahren auf die Modernisierung des Bahnhofes Gelnhausen wartet. Mit der Baumaßnahme würden „die Weichen für die kommenden Jahrzehnte gestellt“. Eine halbseitige Anbindung würde den Nutzen stark einschränken und „die Akzeptanz des Projektes sowie für den Öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig in Frage stellen“. Daher wird erwartet, dass sich die Mandatsträger in ihrem Verantwortungsbereich dafür einsetzen, um die Finanzierung vollständig über Bundes- und Landesmittel zu realisieren.

Der Bahnhof in der Kreisstadt zählt neben Hanau und Fulda die höchsten Passagierzahlen auf der Strecke und muss daher auf dem bisherigen Niveau ertüchtigt werden, wiederholt der Landrat die Erwartung des Main-Kinzig-Kreises. Er sei ein zentraler Anschlusspunkt einer wachsenden Region in Richtung der Rhein-Main-Metropole und damit von überörtlicher Bedeutung. Es sei absolut nicht zu rechtfertigen, dass eine Gemeinde eine solche Investition in die allgemeine Infrastruktur quasi im Alleingang finanzieren soll.

„Hier muss kurzfristig eine Lösung her, die aber nicht im Abdrücken einer Millionenforderung an die kommunale Familie besteht“, so der Landrat abschließend.


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